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Negative Indikatoren der mentalen Gesundheit

Burnout und depressive Symptomatik stehen hier im Mittelpunkt der Forschung

Für die Arbeitswelt sind Burnout und depressive Symptomatik von besonderer Relevanz, da sie die Leistungs- und Arbeitsfähigkeit Erwerbstätiger gefährden.

Es bestehen erhebliche Forschungsdefizite zum Zusammenhang zwischen Arbeit und den negativen Indikatoren mentaler Gesundheit - und das trotz ihrer großen Bedeutung als Ursache für Arbeitsunfähigkeitstage und Übergänge in die Erwerbsminderungsrente. Psychische Störungen verursachten im Jahr 2015 über 16 Prozent der gesamten krankheitsbedingten Fehlzeiten.

Dabei zählen Depressionen zu den häufigsten Einzeldiagnosen unter den psychischen Störungen bei der Erwerbsminderungsrente und sind die dritthäufigste Einzeldiagnose unter allen Diagnosen bei den Arbeitsunfähigkeitstagen.

Wissenslücken

Welche Bedingungen bei der Arbeit die mentale Gesundheit beeinträchtigen, ist bisher nur unzureichend erforscht. Ebenso ist weitgehend unklar, welche Arbeitsbedingungen protektiv wirken., also negative Folgen für die mentale Gesundheit vermindern. Bisher fehlen geeignete Daten aus Längsschnittuntersuchungen, um diese Fragen für die Erwerbsbevölkerung in Deutschland zu beantworten.

Arbeit und Depression

Die Depression gehört weltweit zu den führenden Ursachen der Krankheitslast. Sie ist ein Risikofaktor für reduzierte Arbeitsfähigkeit und den vorzeitigen Ausstieg aus dem Erwerbsleben. Durch ungünstige physische und psychosoziale Arbeitsanforderungen können Arbeitnehmer an einer Depression erkranken oder eine vorhandene depressive Symptomatik kann sich verstärken.

Arbeit und Burnout

Das Burnout-Syndrom ist laut "Internationaler Statistischer Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme" keine psychische Erkrankung. Es zählt zu den "Problemen mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung" und beschreibt einen Erschöpfungszustand. Dieser ist die Folge von hoher Arbeitsbelastung und Überforderung. Burnout wird dennoch als sogenannte Volkskrankheit gehandelt. Empirische Untersuchungen zum Burnout-Syndrom zeigen insbesondere einen Zusammenhang mit der Menge der Arbeitsanforderungen.

Forschungsziele der BAuA

Ziel der BAuA ist es, auf Basis repräsentativer Daten (F 2250 / F 2384) zur Erwerbsbevölkerung den Zusammenhang zwischen psychosozialen Arbeitsbedingungen, Burnout und depressiver Symptomatik zu untersuchen. Es sollen protektive Faktoren und Risikofaktoren identifiziert werden. Im Mittelpunkt steht die Untersuchung der Ursache-Wirkungs-Beziehung zwischen psychosozialen Arbeitsbedingungen und mentaler Gesundheit.

Forschungsprojekte

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