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Positive Indikatoren der mentalen Gesundheit

Wohlbefinden und Arbeitsengagement als positive Indikatoren

Die Bedeutung mentaler Gesundheit für Erwerbstätige ist nicht zu unterschätzen, denn sie stellt eine wichtige Voraussetzung für ein gesundes und produktives Leben dar.

Obwohl sie für das Erwerbsleben eine entscheidende Rolle spielen, werden positive Indikatoren der mentalen Gesundheit bisher seltener beforscht als negative Indikatoren, wie Depression oder Burnout.

Perspektivwechsel durch Beforschung positiver Indikatoren

Die Untersuchung positiver Indikatoren mentaler Gesundheit entspricht einem Perspektivwechsel, der sich seit einigen Jahren in der Wissenschaft und Gesundheitspolitik abzeichnet. (Mentale) Gesundheit wird nicht mehr nur auf die Frage reduziert, ob eine Störung oder Krankheit vorliegt. Sie wird zunehmend als Kontinuum verstanden, das weit über diese Elemente hinausgeht und Merkmale wie Wohlbefinden, Zufriedenheit und Arbeitsengagement beinhaltet.

Arbeit und Wohlbefinden

Das Wohlbefinden hat einen grundsätzlich großen Stellenwert in unserem Leben. Es ist auch wichtig für die Funktionsfähigkeit und die Produktivität von Beschäftigten. In unserer Forschung beschäftigen wir uns mit zwei unterschiedlichen Konzepten - dem subjektiven (hedonisches) Wohlbefinden und dem psychologischen (eudaimonisches) Wohlbefinden.

Subjektives Wohlbefinden

Mithilfe des subjektiven Wohlbefindens wird beschrieben, inwieweit Menschen sich gut fühlen und zufrieden sind. Zum einen schließt es kognitive Bewertungen des eigenen Lebens ein, also beispielsweise die Lebens- oder Arbeitszufriedenheit. Zum anderen umfasst es emotionale Komponenten wie positive und negative Affektivität (bzw. deren Abwesenheit).

Psychologisches Wohlbefinden

Das psychologische oder eudamonische Wohlbefinden fokussiert darauf, ob Menschen ein "gutes Leben" führen und ihr Potenzial entfalten können. Nach diesem Konzept haben Menschen ein hohes Wohlbefinden, wenn sie ihr Leben als sinnvoll erleben, sich kontinuierlich weiterentwickeln können und warmherzige Beziehungen zu Menschen haben. All diese Punkte sind eng verknüpft mit beschäftigungsbezogenen Merkmalen. Denn zwischenmenschliche Beziehungen spielen nicht nur im Privatleben eine tragende Rolle: Ein gutes Verhältnis zu Kollegen und Vorgesetzten ist für das eigene Wohlbefinden ebenfalls wichtig.

Arbeit und Arbeitsengagement

Das Wohlbefinden von Erwerbstätigen ist auch entscheidend für ihre Motivation im Job, die zum Beispiel in Form von Arbeitsengagement sichtbar wird. Je stärker das Arbeitsengagement ausgeprägt ist, desto besser fallen in der Regel auch die Arbeitsleistung und der Gesundheitszustand aus. Das Arbeitsengagement kann durch das Unterstützen von Vorgesetzten und Kollegen sowie durch Weiterbildungsmöglichkeiten gestärkt werden.

Forschungsziele

Wir erforschen die positiven Indikatoren mentaler Gesundheit, um ein umfassenderes Verständnis über mentale Gesundheit im Allgemeinen zu entwickeln. Daher untersuchen wir, ob und wie sich arbeits- und beschäftigungsbezogene Merkmale auf das Wohlbefinden und das Arbeitsengagement von Erwerbstätigen auswirken. Dabei soll auch erforscht werden, welche Wechselwirkungen zwischen diesen Merkmalen existieren und wie sich diese Beziehung über längere Zeiträume beschreiben lässt. Die Basis für unsere Untersuchungen bildet eine deutschlandweite Repräsentativerhebung sozialversicherungspflichtig Beschäftigter.

Forschungsprojekte

Kontakt

Fachgruppe 3.4 "Mentale Gesundheit und Kognitive Leistungsfähigkeit"

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin Nöldnerstraße 40-42 10317 Berlin
Telefon: 0231 9071-2071 Fax: 0231 9071-2070

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