Navigation und Service

HinweisCookies

Diese Webseite verwendet Cookies. Das ermöglicht es uns, die Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend zu verbessern. Hier erfahren Sie mehr zum Datenschutz und Möglichkeiten zum Widerspruch.

OK

Arbeit und kognitive Leistungsfähigkeit

Was die kognitive Leistungsfähigkeit fördert und was sie hemmt

Die moderne Arbeitswelt stellt hohe Anforderungen an die kognitive Leistungsfähigkeit der Beschäftigten. Die Kapazität des Gehirns ist jedoch begrenzt. Die BAuA untersucht, welche arbeitsbezogenen Faktoren die Leistungsfähigkeit beeinflussen.

Neue Informations- und Kommunikationstechnologien, flexible Arbeitsanforderungen und lebenslanges Lernen erfordern eine hohe kognitive Leistungsfähigkeit der Beschäftigten. Die Kapazität zur Informationsverarbeitung ist jedoch begrenzt. Fehler, verringerte Aufmerksamkeit und Beeinträchtigungen des Gedächtnisses sind mögliche Folgen. Eine gut gestaltete Arbeit kann mit davor schützen.

Kognitive Leistungsfähigkeit

Für die kognitive Leistungsfähigkeit sind folgende Merkmale wesentlich: Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Gedächtnisleistung, Lern- und Problemlösefähigkeit, Umstellfähigkeit, exekutive Funktionen, kognitive Flexibilität etc. Diese Merkmale müssen bei informationsintensiven Tätigkeiten besonders hoch ausgeprägt sein, um den Anforderungen gerecht zu werden.

Multitasking

Multitasking ist ein zentrales Merkmal der modernen Arbeitswelt. Wer mehrere Aufgaben gleichzeitig erledigen kann, dem wird nach wie vor ein hohes Leistungspotenzial nachgesagt. Forschungsergebnisse zeigen allerdings, dass die Informationsverarbeitungskapazität des menschlichen Gehirns begrenzt ist. Es kann nicht zwei kognitiv anspruchsvolle Aufgaben gleichzeitig erledigen. Fehler können dann nicht mehr korrekt wahrgenommen und verarbeitet werden.

Einflussfaktoren

Die Forschung hat gezeigt, dass kognitive Fähigkeiten von vielen Faktoren abhängen. Geistig anspruchsvolle Arbeitstätigkeiten und gute Lernmöglichkeiten fördern die kognitive Leistungsfähigkeit. Monotone Tätigkeiten, lange Arbeitszeiten oder Nacht- und Schichtarbeit dagegen hemmen sie. Von Bedeutung sind auch eine Vielzahl lebensstil-bezogener Faktoren wie sportliche Aktivität und Ernährung. Weitere Forschung zu den sogenannten "Kognitiven Reserven" soll Aufschluss darüber geben, wie sich altersbezogene Leistungsbeeinträchtigungen kompensieren lassen.

Betriebliche Intervention

Gemeinsam mit Kooperationspartnern hat die BAuA zur Entwicklung und Evaluation kognitiver Trainings im Rahmen betrieblicher Fördermaßnahmen beigetragen. Bei der Evaluation prüfte die BAuA nicht nur die Wirksamkeit der Trainings in einer kontrollierten Studie. Sie untersuchte außerdem den Trainingsbedarf sowie den Umsetzungserfolg im betrieblichen Setting.

Publikationen

Mehr zu Psychische Gesundheit