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Anwendungssicherheit / Nachhaltige Chemie

Der Begriff "Anwendungssicherheit" ist vor gut 10 Jahren auf zwei Zukunftswerkstätten zur nachhaltigen Entwicklung in der Chemie im Rahmen der BMAS-Initiative "Neue Qualität der Arbeit" (INQA) entwickelt worden.

Der Begriff soll verdeutlichen, dass sich

a) die Sicherheitsaussage nur auf bestimmte Anwendungen bezieht und
b) auch der Anwender durch sein Handeln zur Sicherheit beitragen muss.

So wird zum vom Verbraucher erwartet, dass er in der Gebrauchsanleitung aufgeführte Sicherheitshinweise beachtet. Für den Arbeitsschutz gibt es ein ganzes Paket von Mindeststandards nach Gefahrstoffverordnung (GefStoffV), die unabhängig von einer Einstufung als gefährlich immer anzuwenden sind.

Somit können auch als gefährlich eingestufte chemische Produkte anwendungssicher sein, wenn z. B.

  • durch Produktgestaltung eine Exposition weitgehend verhindert wird (integrierte Anwendungssicherheit) oder
  • der Lieferant den Anwender bei der Auswahl und Umsetzung notwendiger Schutzmaßnahmen unterstützt, in einem Maß, das über die gesetzlichen Minimalforderungen (Kennzeichnung, Sicherheitsdatenblatt) hinausgeht, z. B. im Rahmen eines Stewardship-Programms (unterstützte Anwendungssicherheit).

Die BAuA wird im Strategischen Handlungsfeld 2014–2017 "Anwendungssichere Chemikalien und Produkte gewährleisten - Chemikaliensicherheit" - auch im Kontext der neuen chemikalienrechtlichen Regelungen der EU - das Konzept neu aufgreifen und weiterentwickeln.