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Forschung zum demografischen Wandel

Ganze Berufszweige müssen sich auf eine älterwerdende und schrumpfende Erwerbsbevölkerung einstellen

Die Arbeitswelt ist massiv vom demografischen Wandel betroffen. Es gilt daher, gerade auch für älterwerdende Beschäftigte geeignete Arbeitsbedingungen zu schaffen und dadurch die Arbeitsfähigkeit zu erhalten.

Im Themenfeld "Gesund Altern in Arbeit" geht es darum, Langzeitwirkungen, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen arbeitsspezifischer Belastungen und Beanspruchungen zu identifizieren und zu bewerten. Zudem werden die Chancen und Risiken der Erwerbsarbeit für Gesundheit, körperliche und kognitive Leistungsfähigkeit erforscht. Darüber hinaus wird mit der Verlängerung des Erwerbslebens das kontinuierliche Monitoring der Arbeitsfähigkeit eine wichtige neue Aufgabe.

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) bereitet die Ergebnisse der Forschungsprojekte zielgruppenspezifisch auf und stellt sie Partnern wie Arbeitsmedizinern, Sicherheitsfachkräften oder Beratern sowie Netzwerken zur Verfügung.

Drei Fachbereiche der BAuA forschen zum demografischen Wandel

Der Fachbereich 1 "Grundsatzfragen und Programme" beschäftigt sich mit dem Erhalt der Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit über den gesamten Erwerbsverlauf. Dabei stehen sowohl der arbeitsbegleitende Kompetenzerwerb als auch die Erprobung innovativer Präventionsallianzen im Fokus. Weiterhin unterstützt der Fachbereich 1 verschiedene Projekte und Netzwerke und stellt somit den transdiziplinären Auftrag der Ressortforschung sicher. Das geschieht im Rahmen der Initiative Neue Qualität der Arbeit.

Der Fachbereich 2 "Produkte und Arbeitssysteme" konzentriert sich auf die Gestaltung technischer Arbeitsbedingungen. Dabei sollen Risiken für den arbeitenden Menschen minimiert und Aspekte der menschengerechten Arbeitsgestaltung berücksichtigt werden. In diesem Zuge werden technisch-organisatorische Arbeitsstrukturen, Arbeitsprozesse sowie die Arbeitsumgebung gesamtheitlich betrachtet und bewertet.

Der Fachbereich 3 "Arbeit und Gesundheit" fokussiert sich auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit arbeitender Menschen. Dabei werden insbesondere komplexere Zusammenhänge der gesundheitsförderlichen und gesundheitsschädigenden Bedingungen untersucht und gesamthaften Präventionsansätzen zugänglich gemacht. Der Fachbereich entwickelt Konzepte zur psychischen Belastung und berücksichtigt Erwerbsbiografien und neue Arbeitsformen.