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Textbausteine für Prüflisten und Formblätter

Für die Ermittlung und Beurteilung von körperlichen Belastungen bei der Arbeit ist es sinnvoll, zunächst ein Einstiegsscreening durchzuführen. Solch ein Einstiegsscreening ist derzeit im Entwurf und in der Abstimmung. Hier werden zunächst einige Textbausteine aufgeführt. Sobald das Einstiegsscreening als Methode vorliegt, wird an dieser Stelle darauf verwiesen.

Einstiegsfrage

Erfordern die Tätigkeiten während eines Arbeitstages den Einsatz des ganzen Körpers (die erforderlichen Kräfte sind so hoch, dass diese üblicherweise nicht mehr im Sitzen ausgeübt werden können)?

Wenn ja, können folgende Prüffragen gestellt werden:

  • Werden die Tätigkeiten für mehr als 10 Minuten pro Arbeitstag ausgeführt?
  • Beinhalten die Tätigkeiten das Ausüben von mittleren Kräften (Arbeiten mit hand-geführten Werkzeugen wie Trennschleifern, Kettensägen, Heckenscheren, Schlagbohrmaschinen, Bewegen von Lasten auf Rollenbahnen < 20 kg) oder noch höheren Kräften mit Haltedauern < 15 Sekunden oder Bewegungshäufigkeiten < 15 pro Minute und dauern sie insgesamt mehr als 5 Minuten pro Arbeitstag?
  • Beinhalten die Tätigkeiten das Ausüben von mittleren Kräften oder noch höheren Kräften mit Haltedauern < 30 Sekunden oder Bewegungshäufigkeiten < 30 pro Minute?
  • Beinhalten die Tätigkeiten das Aufbringen von sehr hohen Kräften oder Spitzenkräften (z. B. Arbeiten mit schweren handgeführten Werkzeugen wie Druckluft-hämmern, Schaufeln von Lasten ab 4 kg, Bewegen von Lasten > 50 kg auf Rollenbahnen, Werfen von Lasten ab etwa 3 kg, impulsartige Kraftaufwendungen wie beim Arbeiten mit Brechstange, Vorschlaghammer)?
  • Werden die Tätigkeiten von den Beschäftigten als beanspruchend empfunden?
  • Sind besonders schutzbedürftige Personen beschäftigt, wie beispielsweise Jugendliche oder werdende Mütter?

Wenn eine oder mehrere der Prüffragen mit "ja" beantwortet werden, kann das Risiko zunächst durch einfache Maßnahmen reduziert werden. Dazu gehören beispielsweise die Reduzierung der Kräfte, die Verringerung der Dauer der Tätigkeit sowie die Reduzierung der Haltedauern und Bewegungshäufigkeiten. Wenn dies nicht zum Erfolg führt, ist eine detailliertere Beurteilung der Tätigkeiten erforderlich. Dies ist z. B. mit der belastungsartspezifischen Leitmerkmalmethode "Ausübung von Ganzkörperkräften" (LMM-GK) möglich. Mit den LMM werden auf einfache Art und Weise die wesentlichen Belastungsmerkmale einer Teiltätigkeit ermittelt und dokumentiert. Anhand der Wahrscheinlichkeit einer körperlichen Überbeanspruchung und möglicher gesundheitlicher Folgen wird eine Beurteilung vorgenommen. Es können Handlungsbedarfe und Hinweise zur Arbeitsgestaltung abgeleitet werden.

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