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Demografischer Wandel in der Pflege

Modelle für den Erhalt und die Förderung der Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit von Pflegekräften

Bei steigender Lebenserwartung und damit auch einer zunehmenden Zahl kranker und pflegebedürftiger Menschen wird von den Pflegekräften und vom Gesundheits- und Pflegesystem zukünftig noch mehr Leistung gefordert werden. Dieser Entwicklung steht jedoch ein schrumpfendes und alterndes Erwerbspersonenpotenzial in der Bundesrepublik und damit auch eine geringere Anzahl und durchschnittlich älterer Pflegekräfte gegenüber. Unregelmäßige Arbeitszeiten, ein hohes Arbeitspensum, besondere physische und psychische Belastungen, kennzeichnen schon heute vielfach die Arbeit in der Pflege. Häufig führen diese hohen Belastungen zu pflegeberufstypischen Erkrankungen, wie Haut-, Muskel-Skelett- oder Infektionserkrankungen. Prognosen zufolge wird dies weiter zunehmen, ebenso wie pflegetypische Berufskrankheiten und das Burnout-Syndrom.

Im Vordergrund des Förderschwerpunktes I standen deshalb der Erhalt und die Förderung der Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit von Pflegekräften unter besonderer Berücksichtigung der gegenwärtigen und zu erwartenden demografischen Entwicklungen.

Grundlage war eine im Frühjahr 2009 erstellte Machbarkeitsstudie, welche ausgehend von Erkenntnissen zur Beschäftigungssituation der Pflegekräfte in Deutschland und unter Berücksichtigung des aktuellen Forschungsstandes zum Thema Pflege, Alter und demografischer Wandel auf zahlreiche Handlungs- und Gestaltungsbedarfe hinweist. Auch fehlen nicht selten praxistaugliche und systematische Herangehensweisen für die konkrete Umsetzung entsprechender Maßnahmen in den Pflegeeinrichtungen. Im Förderschwerpunkt I 2009 wurden deshalb ganzheitliche Ansätze für den Erhalt und die Förderung der Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit im Pflegeberuf gefördert.

Ziel war es, den Einrichtungen systematische Konzepte an die Hand zu geben, die mehrere der für die Bewältigung des demografischen Wandels definierten Handlungsfelder aufgreifen und die sowohl verhältnis- als auch verhaltensorientierte Konzepte berücksichtigen. Von zentraler Bedeutung war es, diese nachhaltig in das Organisationsmanagement zu implementieren. Auf diesem Wege soll dazu beigetragen werden, die Attraktivität des Pflegeberufes - für weibliche wie für männliche Beschäftigte - zu verbessern, Fachkräfte nachhaltig an die Einrichtungen bzw. den Beruf zu binden sowie den Wiedereinstieg zu erleichtern.

Die Ergebnisse und Produkte des Förderschwerpunktes wurden im November 2012 erstmals präsentiert und stehen nun der Öffentlichkeit zur Verfügung. Die praxisorientierten Handlungsanleitungen informieren über Belastungen in der Pflege, die damit verbundenen Risiken und Möglichkeiten, stellen erprobte Konzepte und Herangehensweisen vor und wollen zur nachhaltigen Umsetzung betrieblicher Maßnahmen motivieren.

Von 2009 bis 2012 wurden im Förderschwerpunkt "Demografischer Wandel in der Pflege" die folgenden Modellvorhaben gefördert:

Demos - Demenz - Organisation - Selbstpflege
Demenz Support Stuttgart gGmbH

Logo: DemOS

www.modellprojekt-demos.de


demogAP - Demografiefeste Arbeitsplätze in der Pflege
Technische Universität Dresden

Logo: demogAP

BidA - Balance in der Altenpflege
Evangelisch-Lutherisches Diakoniewerk Neuendettelsau K.d.Ö.R.

Logo: BidA

Ansprechpartnerin in der BAuA 

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
Fabricestraße 8 
01099 Dresden

Dr. Ulrike Rösler
Gruppe 6.4 "Regionaler Transfer, Branchen"
Tel. 0351 5639-5481

 

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Zusatzinformationen

Machbarkeitsstudie

Sachverständigengutachten von komega e. V. in Kooperation mit dem Förderverein Akademie 2. Lebenshälfte:

Machbarkeitsstudie (PDF-Datei, 451 KB)

Anhang (PDF-Datei, 3.9 MB)

Zusammenfassung (PDF-Datei, 86 KB)