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Gefahrstoffschutzpreis

Umgang mit Gefahrstoffen sicherer machen, Innovationen fördern

Der Deutsche Gefahrstoffschutzpreis wird alle zwei Jahre vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) ausgelobt und von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), die die Geschäfte des Ausschusses für Gefahrstoffe (AGS) führt, organisiert. Er honoriert seit über 20 Jahren unter der Überschrift "Umgang mit Gefahrstoffen sicherer machen, Innovationen fördern" vorbildliche und wegweisende Aktivitäten zum Schutz vor Gefahrstoffen.

11. Deutscher Gefahrstoffschutzpreis zeichnet Innovationen zum Schutz vor Stäuben aus

Hier finden Sie Informationen zu den Gewinnern des Deutschen Gefahrstoffschutzpreises 2016.

Umgang mit Gefahrstoffen sicherer machen, Innovationen fördern

Unsichtbar, aber nicht ungefährlich: Staub kann die Gesundheit erheblich gefährden. Gerade auf dem Bau sind die Beschäftigten häufig Stäuben ausgesetzt. Beim 11. Gefahrstoffschutzpreis wurden daher Lösungen gesucht und ausgezeichnet, die auf unterschiedliche Weise das Staubaufkommen am Arbeitsplatz verringern und so die Gesundheit der Beschäftigten schützen. Der Preis ist in diesem Jahr mit 15.000 Euro dotiert und wurde den Preisträgern von Ministerialdirektorin Maria Britta Loskamp, Abteilungsleiterin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), verliehen. Die Preisverleihung fand im Rahmen einer Veranstaltung zur Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung des Aktionsprogramms Staub am 25. Oktober 2016 im Steinsaal des BMAS in Berlin statt. Der Gefahrstoffschutzpreis wird alle zwei Jahre vom BMAS ausgelobt und von der BAuA organisiert.

Etwa jeder achte Erwerbstätige kommt bei der Arbeit häufig mit Staub, Rauch, Gasen und Dämpfen in Berührung. Dabei kann Staub die Gesundheit schwerwiegend schädigen. Daher werden mehr praktische Lösungen, innovative Konzepte und gute Ideen zum Schutz der Arbeitenden benötigt. Das gilt insbesondere, wenn bei Sanierungen und Abrissarbeiten besonders gefährliche Stoffe, wie z. B. der seit 1993 verbotene Asbest, nicht auszuschließen sind.

Gewinner

Beim Gefahrstoffschutzpreis wurden Lösungen zur Vermeidung von Staub am Arbeitsplatz ausgezeichnet. Dabei gab es drei Kategorien.

Als Gewinner des 11. Deutschen Gefahrstoffschutzpreises wurden ausgezeichnet:

  • in der Kategorie "Staubarme Materialien verwenden": die Firma MAPEI GmbH. Ihr Produkt, die Mape-Box, ist ein Container-System, mit dem vorgemischte Spachtelmassen auf die Baustelle geliefert und zeitsparend eingebaut werden können;
  • in der Kategorie "Staubarme Techniken": die Firma FRIEDRICH DUSS Maschinenfabrik GmbH & Co. KG. Sie stellt professionelle Bauwerkzeuge mit speziellen Absaugsystemen her;
  • in der Kategorie "Staubausbreitung verhindern": die Firma möcklinghoff Lufttechnik GmbH. Sie entwickelte ein System zur Raumentstaubung, den DustBox-Hochleistungsluftreiniger.

Besonders belobigt wurden:

  • in der Kategorie "Staubarme Materialien verwenden": die Firma Gebrüder Dorfner GmbH & Co. Kaolin- und Kristallquarzsand-Werke KG. Sie stellt in einem speziellen Verfahren staubarme Quarze für kunstharzgebundene Beschichtungen her;
  • in der Kategorie "Staubarme Techniken": die Hilti Deutschland AG, die einen Hohlbohrer entwickelt hat, der den anfallenden Staub direkt beim Bohren absaugt;
  • in der Kategorie "Staubausbreitung verhindern": die Firma Recknagel, die die Schnellspannvorrichtung Tomjig herstellt. Mit dieser Vorrichtung lassen sich staubige Bereiche problemlos abtrennen.

Fotos der Preisträger und Belobigten

Gefahrstoffschutzpreis 2016: Foto mit allen Preisträgern und Belobigten Gefahrstoffschutzpreis 2016: Foto mit allen Preisträgern und Belobigten (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) v.l.n.r.: Martin Reuter (Hilti Deutschland AG), Bernhard Arenz (BG BAU), Lars Dannenmann (DUSS), Rüdiger Pipke (BAuA), Klemens Möcklinghoff (möcklinghoff Lufttechnik GmbH), Britta Loskamp (BMAS), Matthias Gräf (möcklinghoff Lufttechnik GmbH), Günther Hermann (Mapei), Uwe Thomae (Recknagel GmbH), Alfred Loleit (INOTEC GmbH), © Jörg Carstensen / BMAS

Martin Reuter (Hilti Deutschland AG), Britta Loskamp (BMAS) Gefahrstoffschutzpreis 2016 (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) v.l.n.r. Martin Reuter (Hilti Deutschland AG), Britta Loskamp (BMAS), © Jörg Carstensen / BMAS

Herr Kuhnt und Herr Dr. Oetzel (beide Dorfner GmbH) mit der Belobigungsurkunde, nachgestelltes Foto: Dorfner GmbH Gefahrstoffschutzpreis 2016 (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) v.l.n.r.: Herr Kuhnt und Herr Dr. Oetzel (beide Dorfner GmbH) mit der Belobigungsurkunde (nachgestelltes Foto: Dorfner GmbH), © Dorfner GmbH

Informationen zu den Gewinnern und Belobigten des diesjährigen Gefahrstoffschutzpreises sowie viele hilfreiche Informationen zu staubarmen Arbeiten sind in einer Begleitbroschüre mit dem Titel "Schluss mit Staub" zusammengestellt, die unter www.bmas.de heruntergeladen werden kann.

Die Jury, die die eingegangenen 24 Bewerbungen im Frühjahr 2016 bewertete, setzte sich wie folgt zusammen:

  • Herr André Große-Jäger, Referatsleiter im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
  • Herr Dr. Roger Stamm, Institut für Arbeitsschutz der DGUV (IFA)
  • Herr Dr. Bernhard Brückner, Hessisches Sozialministerium
  • Herr Dr. Martin Kayser, BASF SE
  • Frau Annika Wörsdörfer, DGB Bundesvorstand, Bereich Sozialpolitik
  • Frau Prof. Dr. Anke Kahl, Bergische Universität Wuppertal
  • Herr Gerhard Citrich, Industriegewerkschaft Bauen - Agrar - Umwelt (IG BAU)
  • Herr Dr. Rüdiger Pipke, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).

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