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AGS-Diskussionsveranstaltung "Arbeitsschutzrecht und REACH - Wie bekommen wir die Schnittstelle in den Griff?"

am 9. Mai 2017 im BMAS in Berlin

Arbeitsschutzregelungen zu Gefahrstoffen und die EU-REACH-Verordnung gelten unabhängig voneinander. Dabei bestehen Überlappungsbereiche, die in der Praxis immer deutlicher sichtbar werden. Dies betrifft insbesondere Mitgliedstaaten, die - wie Deutschland - über ein gut differenziertes Arbeitsschutzsystem verfügen. Es stellt sich die Frage, wie das Miteinander beider Rechtsbereiche gestaltet und gelebt werden kann. In Übereinstimmung mit dem europäischen Arbeitsschutzrecht kommt der arbeitsplatzbezogenen Gefährdungsbeurteilung auch im stoffbezogenen Arbeitsschutz eine zentrale Rolle zu, während unter REACH Stoff- und Szenario-bezogene Risikobeurteilungen erforderlich sind.

Am Beispiel von drei relevanten Fragestellungen wurden die Fachthemen mit Blick auf Lösungen thematisiert. Im ersten Block standen die Anwendbarkeit und der Nutzen von Expositionsszenarien im Vordergrund. Im zweiten Teil lag der Schwerpunkt auf der Ableitung und dem Stellenwert von Grenzwerten am Arbeitsplatz und im dritten Teil wurde die Auswahl geeigneter Maßnahmen unter REACH für Stoffe mit besonderen Risiken thematisiert. Die Impulsvorträge wurden blockweise moderiert diskutiert, bei allen Themen bildete die Position des Ausschusses für Gefahrstoff (AGS) zu dieser Thematik den Startpunkt für die Diskussion.

Die Impulsvorträge finden sich nachstehend, eine Zusammenfassung der Themendiskussionen und Schlussrunde ist in Vorbereitung.

Themenblock 1: Anwendbarkeit und Nutzen von Expositionsszenarien

Expositionsszenarien unter REACH: Zielsetzung bei der Registrierung und beim nachgeschalteten Anwender (PDF, 218KB)
Dr. Raimund Weiß (BAuA)

Arbeitsschutz und REACH aus Sicht der Landesbehörden (PDF, 506KB)
Dr. Andrea Mayer-Figge (Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW)

Expositionsszenarien im Betrieb: Die Schnittstelle zwischen Arbeitsschutz und REACH aus Sicht der Länderbehörden (PDF, 534KB)
Dr. Bettina Schröder (Freie und Hansestadt Hamburg)

Expositionsszenarien und Gefährdungsbeurteilung: Herausforderungen für Arbeitgeber anhand von Praxisbeispielen (PDF, 854KB)
Dr. Stefan Engel (BASF)

Themenblock 2: Ableitung und Stellenwert von Grenzwerten am Arbeitsplatz

Nutzen der DNEL zur Weiterentwicklung des Arbeitsschutzes (PDF, 482KB)
Dr. Rüdiger Pipke (BAuA)

EU-Werte für den Arbeitsplatz: Wer arbeitet daran und mit welchen Methoden? (Teil 1) (PDF, 497KB)
Karola Grodzki (Europäische Kommission, DG EMPL)

EU-Werte für den Arbeitsplatz: Wer arbeitet daran und mit welchen Methoden? (Teil 2) (PDF, 727KB)
Christian Heidorn (Europäische Kommission, DG Umwelt)

Grenzwerte für krebserzeugende Stoffe: Fortschreibung der Krebsrichtlinie und REACH (PDF, 944KB)
Dr. Friederike Paven (VCI)

Themenblock 3: Optionen unter REACH für Stoffe mit besonderen Risiken

Ziele und Erfahrungen bei Kandidatenstoffen, Zulassungen und Beschränkungen

Darstellung aus Sicht der ECHA

Wie das Zulassungsverfahren den Arbeitsschutz unterstützt (PDF, 531KB)
Dr. Markus Berges (ECHA)

Darstellung aus Sicht der Industrie

Risikomanagement bei SVHC Stoffen am Arbeitsplatz (PDF, 137KB)
Dr. Thomas Ronge (Volkswagen AG)

Optionen des Risikomanagements für Stoffe mit Risiken am Arbeitsplatz Alternativen zum Zulassungsverfahren (PDF, 478KB)
Kai-Sebastian Melzer (Nickel Institute)

Darstellung aus Sicht der Gewerkschaften

Optionen unter REACH für Stoffe mit besonderen Risiken (PDF, 3MB)
Petra Müller-Knöß (IG Metall)