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Europäische Kampagne

Die europaweiten Kampagnen für gesunde Arbeitsplätze sind seit vielen Jahren ein wichtiges Instrument der EU-OSHA zur Sensibilisierung für Arbeitsschutzthemen. Inzwischen laufen die thematischen Kampagnen jeweils über einen Zeitraum von zwei Jahren, wobei im Oktober in vielen Ländern zumeist die Hauptaktivitäten stattfinden (sogenannte "Europäische Wochen"). Sie sind die weltweit größten Kampagnen dieser Art.

Die Kampagnen haben zum Ziel, Arbeitsschutzthemen europaweit anzusprechen und dafür zu sensibilisieren sowie Unterstützung bei der betrieblichen Umsetzung anzubieten. Dies geschieht über die Herstellung und Verbreitung von Informationsmaterial, sowie durch Unterstützung bei der Durchführung von Veranstaltungen und der Organisation und Begleitung von Pressearbeit und Pressekampagnen.

Zu den Höhepunkten einer jeweiligen Kampagne gehört der Europäische Wettbewerb für gute praktische Lösungen (Good Practice Award). Hier können sich Unternehmen bewerben, die dem jeweiligen Thema entsprechende gute und innovative Arbeitsschutzmaßnahmen in ihren Betrieben umgesetzt haben.

Kampagnenteilnahme

An der Kampagne können alle Organisationen und Einzelpersonen auf lokaler, nationaler und europäischer Ebene teilnehmen, unter anderem:

  • Arbeitgeber und Arbeitnehmer (jeder Unternehmensgröße aus dem öffentlichen und privaten Sektor);
  • Interessenverbände und -vertreter (wie Arbeitgeber-, Berufsverbände, Gewerkschaftsvertreter);
  • Arbeitsschutzakteure;
  • Einrichtungen für die allgemeine und die berufliche Bildung;
  • Alle Unternehmen und Personen, die sich für die Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz einsetzen.

Einzelpersonen und Organisationen können sich auf verschiedene Arten an der Kampagne beteiligen:

  • Verbreitung, Veröffentlichung und Verwendung von Materialien zur Kampagne und der verfügbaren Handlungshilfen zum Thema (z. B. Leitfaden und Flyer, Powerpoint-Präsentation, Poster, Bilder und Logos);
  • Organisation von Veranstaltungen und Aktivitäten (z. B. Weiterbildungen und Workshops, Konferenzen und Wettbewerbe);
  • Teilnahme am Europäischen Wettbewerb für gute praktische Lösungen;
  • Teilnahme an den Europäischen Wochen für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit;
  • Auftritt als offizieller EU-Kampagnenpartner.

Wenn Sie Ihre Aktivitäten zum Thema mit der Kampagne für Gesunde Arbeitsplätze verbinden und Kampagnenmaterialien sowie das Logo nutzen möchten, können wir Ihnen auf Anfrage gerne entsprechende Informationen und Produkte zukommen lassen.
Kontakt: holtmann.matthias@baua.bund.de

Die aktuelle Kampagne "Gefährliche Substanzen erkennen und handhaben"

In ganz Europa sind an vielen Arbeitsplätzen Arbeitnehmer gefährlichen Substanzen ausgesetzt, die gesundheitliche Probleme, Erkrankungen und Todesfälle verursachen und / oder dazu beitragen. Obwohl es zu diesem Thema eine umfangreiche Gesetzgebung sowie zahlreiche Leitfäden und hilfreiche Dokumente und Tools gibt, sind das Bewusstsein für das Problem und das Wissen hierüber häufig unzureichend. Maßnahmen zur Vermeidung oder Verringerung der Exposition gegenüber gefährlichen Substanzen helfen, Arbeitnehmer vor einer Reihe von Unfällen (wie Brand, Explosion und Ersticken) und Gesundheitsproblemen (darunter Hauterkrankungen, Allergien, Erkrankungen der Atemwege, Geburtsfehler und Krebserkrankungen) zu schützen. Darüber hinaus ist es für die Unternehmen wirtschaftlich sinnvoll, die Gefährdungen zu verringern, da sie dadurch beispielsweise die Produktivität erhöhen und krankheitsbedingte Fehlzeiten verringern können.

Europäische Kampagne 2018-2019

Die Kampagne "Gesunde Arbeitsplätze" 2018/2019 verfolgt aus diesem Grund fünf strategische Zielsetzungen:

  1. Aufklärung über die Bedeutung und Relevanz des Umgangs mit gefährlichen Substanzen an europäischen Arbeitsplätzen durch Bereitstellung von Fakten und Zahlen zu Expositionen gegenüber gefährlichen Substanzen und deren Auswirkungen auf Arbeitnehmer.
  2. Förderung von Gefährdungsbeurteilung, Vermeidung und Substitution sowie der Hierarchie von Präventionsmaßnahmen durch Bereitstellung von Informationen über praktische Tools und Beispiele guter Praxis.
  3. Sensibilisierung für die Risiken, die mit der Exposition gegenüber Karzinogenen am Arbeitsplatz verbunden sind, durch Unterstützung des Austauschs guter praktischer Lösungen als Unterzeichner des Pakts über die Umsetzung des "Fahrplans zu Karzinogenen".
  4. Gezielte Ansprache von Arbeitnehmern mit besonderen Bedürfnissen und höherer Gefährdung, beispielsweise als Ergebnis ihrer begrenzten Kenntnisse über gefährliche Substanzen, durch die Bereitstellung von Fakten und Zahlen und Informationen über gute praktische Lösungen.
  5. Intensivere Aufklärung über politische Entwicklungen und den derzeit geltenden Rechtsrahmen mithilfe eines Überblicks über den bestehenden Rahmen und bestehende Leitfäden.

Weitere Informationen und Ressourcen

Besuchen Sie die Kampagnenwebsite; dort finden Sie umfangreiches Kampagnenmaterial, das Ihnen bei der Förderung und Unterstützung der Kampagne helfen soll. Hierzu zählen unter anderem:

  • Ein Leitfaden zur Kampagne, die Kampagnenbroschüre und ein Flyer für den Wettbewerb für gute praktische Lösungen der Kampagne "Gesunde Arbeitsplätze";
  • die neuesten animierten Videos mit Napo und seinen Kollegen, die für Fragen im Zusammenhang mit gefährlichen Substanzen sensibilisieren, darunter Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Chemikalien, Tabakrauch und Staub;
  • Infoblätter zu verschiedenen Themen im Zusammenhang mit gefährlichen Substanzen;
  • Links zu nützlichen Seiten.

Wichtige Termine

Europäischer Kampagnenstart: Brüssel, 24. April 2018
Nationaler Kampagnenstart: Dortmund, 25. April 2018
Frist für die Einreichung der Beiträge für den Wettbewerb für gute praktische Lösungen: 15. Dezember 2018
Europäische Wochen für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit: Oktober 2018 und Oktober 2019 (43. KW)
Abschlussveranstaltung zur Kampagne "Gesunde Arbeitsplätze": Bilbao, November 2019
Preisverleihung im Rahmen des Europäischen Wettbewerbs für gute praktische Lösungen: November 2019 bei der Abschlussveranstaltung in Bilbao