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Formative qualitative Evaluation einer frühen Intervention am Arbeitsplatz (FRIAA) für Beschäftigte mit psychischen Krisen und Erkrankungen

Projektnummer: F 2525 Projektdurchführung: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) Status: Laufendes Projekt Geplantes Ende: 31. Mai 2024

Projektbeschreibung:

Psychische Krisen bzw. Erkrankungen sind mittlerweile die zweihäufigste Ursache für eine Arbeitsunfähigkeit. Um Menschen dabei zu unterstützen, diese zu bewältigen und ihre Arbeitsfähigkeit zu stärken, sind flexible und frühzeitige Angebote notwendig, die medizinisch-therapeutische und arbeitsbezogene Maßnahmen verknüpfen.

Vor diesem Hintergrund wurde die Interventionsstudie „Frühe Intervention am Arbeitsplatz“ (friaa) in einem Verbundprojekt entwickelt. Sie wird von den Universitäten und Kliniken aus Ulm, Düsseldorf, Hildesheim, Erlangen, Heidelberg, Günzburg, dem Reha-Zentrum Seehof in Teltow und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin durchgeführt (www.friaa.de). Beschäftigte mit psychischer Beeinträchtigung können dabei niederschwellig und zeitnah Unterstützung und Behandlung erfahren. Die Angebote umfassen verschiedene Module. Dazu gehören eine ausführliche arbeitsbezogene Diagnostik, eine Kurzzeittherapie, alternativ ein psychotherapeutisches Präventionsangebot sowie nach einer Arbeitsunfähigkeit eine Begleitung in der Wiedereingliederungsphase. Diese neue Versorgungsform wird im Begriff modulare, arbeitsplatzbezogene Psychotherapie (MAP) zusammengefasst.

Begleitend wird die Wirksamkeit des Angebots untersucht. Dies erfolgt mittels einer multizentrischen, randomisierten kontrollierten Studie sowie einer formativen qualitativen Evaluation, die die BAuA im hier genannten Projekt durchführt. Dazu werden Studienteilnehmende begleitend interviewt und (über-)betriebliche Return to Work-Expertinnen und Experten in Gruppendiskussionen befragt. Die dabei erhobenen Erwartungen und Erfahrungen der Befragten sowie förderliche und hemmende Faktoren gehen in die Bewertung der neuen Versorgungsform ein.
Im Fall einer positiven Evaluation besteht die Aussicht, die modulare, arbeitsbezogene Psychotherapie in die Regelversorgung zu überführen.

Die Studie wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Kontakt

Fachgruppe 3.5 "Evidenzbasierte Arbeitsmedizin, Betriebliches Gesundheitsmanagement"

Service-Telefon: 0231 9071-2071 Fax: 0231 9071-2070

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