Navigation und Service

Ableitung geeigneter Methoden des Biomonitorings zur Ermittlung der aktuellen tätigkeitsbedingten Bleiexposition von Beschäftigten

Projektnummer: F 2510 Projektdurchführung: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) Status: Laufendes Projekt Geplantes Ende: 31. Oktober 2024

Projektbeschreibung:

In vielen Branchen werden noch immer Tätigkeiten mit Bleiexposition ausgeführt (z. B. Herstellung von Bleiakkumulatoren, Restaurierungen an Bleiglasfenstern und bleihaltigen Anstrichen, Schweißarbeiten, Recycling). Die Beurteilung der Exposition der Beschäftigten wird anhand des Bleigehaltes im Blut durchgeführt. Wegen der mehrjährigen Halbwertszeit von Blei im menschlichen Körper sind jedoch Verringerungen der Exposition oder Verbesserungen der Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen nur mit sehr großen zeitlichen Verzögerungen feststellbar. Korrelationen von Blutbleispiegeln und Luftbleikonzentrationen sind mit sehr hohen Unsicherheiten behaftet, so dass auch diesbezüglich keine zuverlässige Beurteilung möglich ist.

Der biologische Grenzwert von Blei im Blut wurde mittlerweile auf 150  µg/l abgesenkt. Beschäftigte haben jedoch aufgrund zurückliegender berufsbedingter Bleiexposition noch über mehrere Jahre Belastungswerte oberhalb des neuen Blutbleiwertes. Daher kann der Blutbleispiegel gegenwärtig nur bei Beschäftigten ohne früher erhöhte Bleiexposition zur Überprüfung der Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen herangezogen werden.

In fünf Betrieben soll an einem Beschäftigtenkollektiv von jeweils etwa zehn Personen untersucht werden, ob andere Biomarker (z. B. Blei im Plasma oder Urin) geeignet sind, die aktuelle Exposition besser abzubilden. Dadurch sollen unmittelbare Aussagen zur aktuellen Exposition und deren Variation in Abhängigkeit von den durchgeführten Tätigkeiten und den angewendeten Schutzmaßnahmen ermöglicht werden. In den Betrieben sollen gleichzeitig die äußeren Belastungen (inhalativ und dermal) und die inneren Belastungen (Biomonitoring) der Beschäftigten bestimmt werden.

Die Ergebnisse der Untersuchung dienen der Fortschreibung des technischen Regelwerkes (TRGS 505 Blei) und unterstützen bei der Überarbeitung der Leitlinie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) zu Blei bei der Suche nach alternativen Biomarkern zur Beschreibung der aktuellen Bleiexposition.

Kontakt

Fachgruppe 4.4 "Gefahrstoffmessungen"

Service-Telefon: 0231 9071-2071 Fax: 0231 9071-2070

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie über den folgenden Link: Datenschutz

OK