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Vom Registrierungsdossier über das Sicherheitsdatenblatt zur Gefährdungsbeurteilung - Datenverfügbarkeit und -qualität zwischen REACH und Arbeitsschutz (REACh2SDS)

Projektnummer: F 2415 Projektdurchführung: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) Status: Laufendes Projekt Geplantes Ende: 31. Oktober 2021

Projektbeschreibung:

Nach den Vorgaben der Europäischen Chemikalienverordnung REACH (EG) Nr. 1907/2006 (Registrierung, Bewertung und Zulassung von Chemikalien) dürfen Chemikalien nur in Verkehr gebracht und verwendet werden, wenn von ihnen ausgehende Risiken für die menschliche Gesundheit und die Umwelt angemessen beherrscht werden. Informationen über Gefahreneigenschaften, Exposition und Risikomanagementmaßnahmen werden vom Registranten ermittelt und sind Teil des REACH-Registrierungsdossiers. In der industriellen und gewerblichen Lieferkette werden diese Informationen über das Sicherheitsdatenblatt weitergegeben, um für alle nachgeschalteten Verwender des chemischen Stoffes eine sichere Handhabung zu ermöglichen.

Ziel der Studie sind Aussagen über die Qualität des Informationsflusses von Registrierungsdossiers in Sicherheitsdatenblätter hinsichtlich ihrer Verwendbarkeit für die Gefährdungsbeurteilung am Arbeitsplatz. Wo liegen die häufigsten Informationslücken in Bezug auf die unter REACH geforderten Daten und wo funktioniert der Informationsfluss zwischen Registrierungsdossier und Sicherheitsdatenblatt nicht? Aus den Ergebnissen sollen Ansätze für eine weitere Verbesserung der Risiko- und Maßnahmenkommunikation in der Lieferkette abgeleitet werden.

schematische Abbildung zu REACh2SDS

Im Rahmen des Projektes werden aus ca. 1700 Registrierungsdossiers Angaben zu Arbeitsplatzbelastungen und empfohlenen Schutzmaßnahmen extrahiert und unter Anwendung vorgegebener Qualitätskriterien mit den von Registranten zur Verfügung gestellten Sicherheitsdatenblättern verglichen. Mit Hilfe des Einfachen Maßnahmenkonzeptes Gefahrstoffe (EMKG) wird geprüft, ob im Sicherheitsdatenblatt die notwendigen Eingangsgrößen für die Gefährdungsbeurteilung verfügbar sind und ob diese zu Schutzmaßnahmen führen, die mit den Expositionsszenarien im Registrierungsdossier konsistent sind. Ergänzend dazu wird mit einem Fragebogen analysiert welche Werkzeuge und Informationen für die Erstellung von Sicherheitsdatenblättern von Registranten berücksichtigt werden. Wie die Verknüpfung zwischen Registrierungsdossier und Sicherheitsdatenblatt in der betrieblichen Praxis aussieht und welche Rolle Qualitätsmanagement sowie Kommunikation spielen.

Abschließend werden bei einem Workshop die identifizierten Problemfelder sowie potentielle Lösungsansätze diskutiert und in den aktuellen Kontext eingeordnet. Mit Hilfe praktischer Übungen soll das gegenseitige Verständnis der verschiedenen Akteure der Lieferkette für die unterschiedlichen Bedürfnisse gestärkt werden.

Mit dem Projekt sollen belastbare Daten zur Qualität der Risiko- und Maßnahmenkommunikation in der Lieferkette registrierter Stoffe gewonnen werden. Diese werden für die Weiterentwicklung der Europäischen Chemikalienverordnung im Hinblick auf die Verbesserung der Schnittstellen zum Arbeitsschutz und für Praxishilfen zur Verbesserung der Kommunikation in der Lieferkette genutzt.

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Fachbereich 4 "Gefahrstoffe und biologische Arbeitsstoffe"

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