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Psychische Erkrankungen in der Arbeitswelt und betriebliche Wiedereingliederung: Evaluation des Angebots einer psychosomatischen Sprechstunde in Betrieben in Niedersachsen (Projekt 3)

Projektnummer: F 2397 Projektdurchführung: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) / Burghof-Klinik, Rinteln / IEGUS, Institut für europäische Gesundheits- und Sozialwirtschaft GmbH, Berlin Status: Laufendes Projekt Geplantes Ende: 30. September 2018

Projektbeschreibung:

In Kooperation mit der Burghof-Klinik in Rinteln soll eine psychosomatische Sprechstunde (PSIB) in Betrieben in Niedersachsen etabliert und durch die BAuA wissenschaftlich begleitet und evaluiert werden. Ziel der PSIB ist eine verbesserte Früherkennung von beginnenden oder fortgeschrittenen psychischen Beeinträchtigungen, die Vermeidung der Manifestation von Erkrankungen bzw. Verhinderung einer Chronifizierung sowie eine Verkürzung von AU-Zeiten. Bisher gibt es bundesweit wenige vergleichbare Angebote für eine PSIB. Entsprechend sind Umsetzung von PSIB, Erfolg und Nutzen wenig wissenschaftlich erforscht. Das Projekt möchte einen weiteren Erkenntnisgewinn generieren, indem der Prozess der Einführung begleitet wird und die PSIB im Rahmen eines 1-Jahres-Follow-ups aus der Perspektive verschiedener Stakeholder evaluiert wird. Als geeignete Forschungsmethode soll ein qualitatives Forschungsdesign verwendet werden. In Gruppeninterviews mit Akteuren aus den Betrieben und Einzelinterviews mit Nutzern der PSIB sollen Aussagen zur Umsetzung, Akzeptanz und Inanspruchnahme generiert werden. Es sollen darüber hinaus Erkenntnisse zu den Nutzern (Erkrankungen/Probleme) und zum Beitrag der PSIB hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit, der Weitervermittlung ins medizinisch-therapeutische System und zum Umgang mit psychischen Erkrankungen im Betrieb gewonnen werden.

Die Studie ist ein Teilprojekt eines größeren Projektbündels der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, dessen Hauptziel die umfassende Beschreibung der Situation psychisch erkrankter Menschen in der Arbeitswelt ist. Auf Grundlage der Ergebnisse können Empfehlungen zur Verbesserung von betrieblich orientierter Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention sowie der betrieblichen Wiedereingliederung in Deutschland gegeben werden.

Kontakt

Fachgruppe 3.3 "Evidenzbasierte Arbeitsmedizin, Betriebliches Gesundheitsmanagement"

Service-Telefon: 0231 9071-2071 Fax: 0231 9071-2070