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Schutzkomponenten zur Reduzierung solarer UV-Expositionen bei Arbeitnehmern im Freien

Projektnummer: F 2036 Projektdurchführung: Technische Universität Dresden, Medizinische Fakultät "Carl Gustav Carus", Klinik und Poliklinik für Dermatologie Status: Abgeschlossenes Projekt

Projektbeschreibung:

In Deutschland sind ca. 2,5 Millionen Beschäftigte überwiegend oder teilweise im Freien tätig. Jährlich verzeichnet Deutschland ca. 140.000 Neuerkrankungen an Hautkrebs mit steigender Tendenz. Bisher wurden in zwei Forschungsprojekten (F 1777 und F 1986) der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin die Exposition von Arbeitnehmern im Freien bei unterschiedlichen Berufsgruppen und die Bildung eines Eigenschutzes der Haut gegen solare UV-Strahlung untersucht. Die als Ergebnis des Projektes 1777 ermittelte UV-Jahresexposition ist in einigen Branchen entscheidend vom Werktagsanteil und nicht von den Anteilen aus Freizeit und Urlaub beeinflusst. Es liegen jedoch nur wenige praxisnahe Erkenntnisse über technische, organisatorische und persönliche Schutzmaßnahmen zur effektiven Vermeidung bzw. Minderung der Gefährdung solarer UV-Expositionen vor. Durch die Nichtberücksichtigung der natürlichen Strahlung in der EU-Richtlinie 2006/25/EG zum Schutz von Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer vor der Gefährdung durch physikalische Einwirkungen (künstliche optische Strahlung) fehlt eine spezifische rechtliche Basis zur Durchsetzung des Schutzes der Beschäftigten vor solarer UV-Strahlung. Derzeit bestehen massive Unsicherheiten hinsichtlich der Praktikabilität und Kosten von Schutzmaßnahmen. Einer zunehmenden Anzahl von schweren Hauterkrankungen steht ein fehlendes Bewußtsein zur Gefährdung durch solare UV-Strahlung bei Arbeitgebern und Arbeitnehmern gegenüber. Die Ergebnisse sollen zu einer Versachlichung der Diskussion zum Schutz vor solarer UV-Strahlung beitragen und eine Grundlage für eine Auswahl von Schutzmaßnahmen bilden. Handlungshilfen zur Verbesserung der Sicherheit und Gesundheit von Arbeitnehmern im Freien tragen dazu bei, die Gesundheitsschutzziele auch ohne spezifische rechtliche Grundlage in die Praxis umzusetzen.

Ziel des Projektes ist es, in ausgewählten Branchen exemplarisch Effektivität und Kosten technischer sowie organisatorischer Maßnahmen zur Reduzierung solarer UV-Strahlenexposition zu untersuchen. Persönliche Schutzausrüstungen zur Reduktion individueller UV-Expositionen von Haut und Augen sind zu bewerten. Auf Grundlage der Ergebnisse des Projektes sind Handlungshilfen mit praxisorientierten, modellhaften Lösungen zur Verringerung der Gefährdung durch die solare UV-Strahlung bei Arbeiten im Freien zu erstellen.

Publikationen

Kontakt

Fachgruppe 2.2 "Physikalische Faktoren"

Service-Telefon: 0231 9071-2071 Fax: 0231 9071-2070