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REACh2SDS-Workshop Bericht

Am 27. und 28. September 2021 veranstaltete die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin den REACh2SDS-Workshop, welcher im Rahmen des Forschungsprojektes "Vom Registrierungsdossier über das Sicherheitsdatenblatt zur Gefährdungsbeurteilung am Arbeitsplatz - Datenverfügbarkeit und Qualität zwischen REACH und Arbeitsschutz" durchgeführt wurde. Im Mittelpunkt stand die Diskussion zu Problemfeldern, die unter anderem im Projekt identifiziert wurden, und der Austausch von Lösungsansätzen zur Verbesserung des Informationsflusses entlang der Lieferketten für Chemikalien. Die Impulsreferate stehen auf der Website der BAuA zum Download bereit.

Über 130 Teilnehmende diskutierten mit nationalen und internationalen Expertinnen und Experten über den Nutzen, die Qualität und das Verbesserungspotenzial der erweiterten Sicherheitsdatenblätter (eSDB), die auch bei der Kommunikation von Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz verwendet werden sollen. Die Vortragenden der Europäischen Kommission, der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), der Industrie und der zuständigen Behörden betonten in ihren Präsentationen die große Bedeutung des Informationsflusses in der Lieferkette.

In Workshop-Sessions wurden die einzelnen Schritte des Informationsflusses im Detail betrachtet und anhand von Fallbeispielen und praktischen Erfahrungen der Teilnehmenden beleuchtet. Dabei zeigte sich: die Kommunikation in der Lieferkette funktioniert nicht richtig.

Während des Workshops wurden eine Reihe von Problemen identifiziert, die es in der Praxis schwermachen, chemikalienrechtliche Informationen im Arbeitsschutz umzusetzen. So zeigte sich bei den Teilnehmenden beispielsweise ein unterschiedliches Verständnis zentraler Begriffe und das die über REACH generierten generischen Expositionsszenarien die Praxis in den Betrieben oft nur unzureichend widerspiegeln. Auch die Informationen zu persönlicher Schutzausrüstung sind oft nicht spezifisch genug. Schließlich wurden besonders die erweiterten Sicherheitsdatenblätter als zu komplex und zu umfangreich empfunden. Auch wurde von den Teilnehmenden häufig der Wunsch nach harmonisierten digitalen Formaten geäußert. Sie sollten verbindliche Mindeststandards enthalten und durch inhaltliche Details sowie eine klarere Struktur den Zugang zu den benötigten Informationen verbessern. Zusammenfassend sind Verbesserungen im eSDB hilfreich und wünschenswert, ebenso wie die gegenseitige Anerkennung von Expositionsszenarien und Gefährdungsbeurteilungen für den betrieblichen Arbeitsschutz.

Bibliografische Angaben

C. Schumacher, C. Eickholt, C. M. Haverkamp, N. Godas, P. Ashton:
REACh2SDS-Workshop Bericht. 
1. Auflage. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2022. Seiten 34, Projektnummer: F 2415, PDF-Datei, DOI: 10.21934/baua:bericht20220801

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Weitere Publikationen

Forschungs­projekte

ProjektnummerF 2415 StatusLaufendes Projekt Vom Registrierungsdossier über das Sicherheitsdatenblatt zur Gefährdungsbeurteilung - Datenverfügbarkeit und -qualität zwischen REACH und Arbeitsschutz (REACh2SDS)

Zur Projektbeschreibung : Vom Registrierungsdossier über das Sicherheitsdatenblatt zur Gefährdungsbeurteilung - Datenverfügbarkeit und -qualität zwischen REACH und Arbeitsschutz (REACh2SDS) …

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