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Ein Scoping-Review zur Wirkung von Arbeitspausen

Arbeitspausen sind zeitliche Unterbrechungen der Arbeit, die keine Ausführung von Arbeitstätigkeiten verlangen und die der Erholung dienen. Nach einer systematischen Literatursuche (1990-2014) wurden deutsch- und englischsprachige Befunde zur Wirkung von Arbeitspausen auf die Gesundheit, das Befinden, die Motivation und die Leistung sowie zusätzliche Einflüsse von individuellen Merkmalen und weiteren Arbeitsbedingungsfaktoren (k = 129 unabhängige Erwerbsstichproben) gesichtet. Arbeitspausen beugen körperlichen und psychosomatischen Beschwerden, physiologischen Destabilisierungsprozessen sowie Ermüdungssymptomen vor und verbessern das Wohlbefinden, die Leistung und die Arbeitssicherheit. Es gibt Hinweise, dass sowohl eine Verlängerung der Pausendauer als auch Kurzpausensysteme mit geringeren Körperbeschwerden und einem höheren Wohlbefinden einhergehen. Generalisierbare Schlussfolgerungen zur Ausgestaltung von Pausenregimen bei spezifischen Tätigkeiten sind allerdings nicht möglich. Wir fanden kaum Hinweise dafür, dass Pauseninhalt oder zeitliche Freiheitsgrade bei der Pausengestaltung die Wirkung von Arbeitspausen direkt beeinflussen. Es gibt jedoch erste Hinweise, dass Arbeitsbedingungsfaktoren und individuelle Merkmale auf die Ausgestaltung und Wirkung von Arbeitspausen wirken.

Bibliografische Angaben

J. Wendsche, A. Lohmann-Haislah:
Ein Scoping-Review zur Wirkung von Arbeitspausen. 
in: Arbeit in komplexen Systemen. Digital, vernetzt, human?! Bericht zum 62. Arbeitswissenschaftlichen Kongress vom 2.-4. März 2016, RWTH Aachen University, Institut für Arbeitswissenschaft (IAW) Dortmund: GfA-Press 2016. 
ISBN: 978-3-936804-20-1, Seiten 5, Projektnummer: F 2353

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