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Sanierung bei Schimmelpilzbefall – Eine Information für Maler und Maurer

In Verbindung mit Durchfeuchtungen von Räumen / Mauerwerk können sich Schimmelpilze ausbreiten. Diese vermehren und verbreiten sich über Sporen, welche sie an die Luft abgeben. Eingeatmete Schimmelpilzsporen können zu allergischen und reizenden Reaktionen der Atemwege führen.

Nutzungshinweise

  1. Vollständigkeit
    Die Handlungshilfen stellen Muster-Gefährdungsbeurteilungen dar. In den Handlungshilfen sind die häufig anzutreffenden Gefährdungen und eventuell möglichen Maßnahmen genannt. Grundsätzlich kann keine Vollständigkeit vorausgesetzt werden. Die Gefährdungsbeurteilung muss immer um betriebsspezifische Aspekte ergänzt werden. Das heißt, die in der Datenbank angebotenen Handlungshilfen sind als unterstützende, nicht aber die Gefährdungsbeurteilung ersetzende Instrumente, anzusehen.
  2. Vor-Ort-Betrachtung
    Die Handlungshilfen können die Vor-Ort-Betrachtung im Unternehmen nicht ersetzen, da die hier beispielhaft betrachteten Betriebszustände betriebliche Besonderheiten nicht oder nur zum Teil berücksichtigen können. Es ist daher immer zu prüfen, ob die Aussagen auf die jeweiligen betrieblichen Gegebenheiten übertragen werden können und ob gegebenenfalls zusätzliche Gefährdungen relevant sind. Sollten zusätzliche Gefährdungen vorhanden sein, so sind die Handlungshilfen entsprechend zu ergänzen.
  3. Risikobewertung
    Die Risikobewertung führt der Arbeitgeber beziehungsweise die für die Gefährdungsbeurteilung verantwortliche Person durch. In den Handlungsanleitungen sind nur Muster-Vorschläge genannt. Auch bei der Risikobewertung sind immer die betrieblichen Gegebenheiten zu berücksichtigen.
  4. Handlungsbedarf
    Der Handlungsbedarf wird durch das im Unternehmen akzeptierte Risiko bestimmt. Dieses legt in erster Linie der Arbeitgeber beziehungsweise die verantwortliche Person fest. Dabei sind Gesetze, Verordnungen und Vorschriften einzuhalten.
  5. Dynamischer Prozess
    Arbeitsschutz im Betrieb unterliegt als dynamischer Prozess einem ständigen Wandel. Daher ist auch die Gefährdungsbeurteilung zu aktualisieren. Sie ist spätestens anzupassen, wenn sich die betrieblichen Gegebenheiten, Erkenntnisse, Technologien, Stand der Technik usw. ändern.
  6. Dokumentation
    Eine bestimmte Form der Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung ist nicht vorgeschrieben. Entsprechend dem Arbeitsschutzgesetz muss die Dokumentation mindesten die folgenden Punkte enthalten:

    • Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung nach § 5 ArbSchG,
    • festgelegte Maßnahmen des Arbeitsschutzes (§ 3 Abs. 1 ArbSchG),
    • Ergebnis der Überprüfung der Wirksamkeit der Arbeitsschutzmaßnahmen (§ 3 Abs. 1 Satz 2 ArbSchG)

Die vorliegenden Handlungshilfen können in angepasster Form als Dokumentation genutzt werden.

Sanierungsmaßnahmen bei Schimmelpilzbefall müssen so durchgeführt werden, dass möglichst wenig Schimmelpilzsporen in die Atemluft gelangen. Diese Informationsschrift für Maler und Maurer bezieht sich nur auf Sanierungsarbeiten geringen Umfangs. Es werden die wichtigsten Arbeitsschutzmaßnahmen beschrieben.
Ein Abtrennblatt am Ende der Broschüre enthält eine Zusammenfassung der Mindestmaßnahmen.

Weiter zur Handlungshilfe

Anbieter: Amt für Arbeitsschutz Hamburg

Gültigkeitsmerkmale

Gefährdungsart

  • Sensibilisierende und toxische Wirkungen von Mikroorganismen

Branche

  • (43.2) Bauinstallation
  • (43.3) Sonstiger Ausbau
  • (43.9) Sonstige spezialisierte Bautätigkeiten

Tätigkeit / Arbeitsplatz

  • Schimmelpilze
  • Sanierung
  • Maler
  • Maurer
Bearbeitungsdatum 25.08.2010

Zur Handlungshilfe

Handbuch/Leitfaden Verfügbar als... Download Verfügbar in... deutsch

Handlungshilfe enthält...

  • Kriterium vorhanden Ermitteln
  • Kriterium vorhanden Bewerten
  • Kriterium vorhanden Festlegen von Maßnahmen
  • Kriterium nicht vorhanden Überpruefen der Wirksamkeit
  • Kriterium nicht vorhanden Hilfsmittel zur Dokumentation