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Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Arbeitsplatz und Arbeitszeit

Wie muss der Arbeitsplatz im Homeoffice gestaltet sein?

Je länger und je regelmäßiger im Homeoffice gearbeitet wird, desto wichtiger ist ein ergonomisch gestalteter Arbeitsplatz. Detaillierte Hinweise gibt eine in Zusammenarbeit mit der BAuA erstellte Informationsschrift der DGUV. Folgende zentralen Hinweise sollten mindestens Berücksichtigung finden:
DGUV Information 215-410: "Bildschirm- und Büroarbeitsplätze"
DGUV-Schrift "Arbeiten im Homeoffice - nicht nur in der Zeit der SARS-CoV-2-Epidemie" (PDF, 1 MB)

  • Externe Bildschirm- und Eingabegeräte (Maus und Tastatur) verwenden, um ungünstige Haltungen und Zwangshaltungen zu vermeiden
  • Schreibtisch und Stuhl an die Körpergröße anpassen, das Arbeiten mit ungesunden Körperhaltungen bspw. auf der Couch vermeiden. Gleichzeitig für regelmäßige Haltungs- und damit Belastungswechsel sorgen
  • Bildschirme und Schreibtisch seitlich zum Fenster positionieren, um Blendungen bzw. Spiegelungen zu vermeiden
  • Den Bildschirm zudem möglichst so einrichten, dass Oberkante sich auf Höhe der Augen befindet und ein ausreichender Sehabstand gegeben ist
  • Eine gute Beleuchtung beispielsweise für das Lesen von Texten sicherstellen

Darüber hinaus ist zu empfehlen, einen festen Arbeitsplatz, in einem möglichst ruhigen Raum einzurichten. Zur Trennung von Berufs- und Privatleben ist dies idealerweise ein Raum, der ansonsten selten genutzt wird, also nicht das Wohnzimmer oder die Küche.

Idealerweise stellt der Arbeitgeber einen sicheren und zuverlässigen Zugang zum Firmennetzwerk zur Verfügung. Es ist ratsam, sensible (Kunden-)Daten nicht auf den eigenen Geräten zu verarbeiten. Wenn von einem privaten Rechner aus gearbeitet wird, sollte mindestens ein Virenschutzprogramm installiert sein. Viele Informationen zum Schutz und der Sicherheit von Daten im Homeoffice finden sich beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik:
Tipps für sicheres mobiles Arbeiten (PDF, 240 KB)

Stand: 29.06.2021

FAQ-Nr.: 0060

Welche Maßnahmen helfen bei der Arbeitszeitgestaltung im Homeoffice?

Gerade in unsicheren Zeiten und bei Doppelbelastung durch Homeoffice und Kinderbetreuung ist eine eine klare und sichere Planung der Arbeitszeiten wichtig. Kurzfristige Änderungen der Arbeitszeit gilt es möglichst zu vermeiden. Absprachen im Team, auch zu eventuell nötigen Funktionszeiten erleichtern die Arbeitsorganisation.

Auch bei der selbstverantwortlichen Gestaltung der Arbeitszeiten muss das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) beachtet werden. Die Verantwortung für die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben liegt beim Arbeitgeber:

  • Um Fehler zu vermeiden und die Konzentrations- bzw. Leistungsfähigkeit und Gesundheit nicht zu beeinträchtigen, sollte die tägliche Arbeitszeit acht Stunden nicht überschreiten. Die Arbeitszeit kann auf bis zu zehn Stunden täglich ausgedehnt werden, wenn innerhalb von 24 Wochen ein Ausgleich der Überstunden auf durchschnittlich acht Stunden gewährleistet ist.
  • Regelmäßige Pausen dienen dem Erhalt der Leistungsfähigkeit und helfen einseitigen Belastungen vorzubeugen. Neben der gesetzlich vorgeschriebenen Mittagspause (mindestens 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von sechs Stunden) sind gerade auch im Homeoffice Kurzpausen ratsam.
  • Um Erholung zu ermöglichen gilt auch im Homeoffice eine gesetzliche Ruhezeit von mindestens elf zusammenhängenden Stunden zwischen zwei Arbeitstagen. Auch kurze Unterbrechungen (z. B. zum Checken von E-Mails oder Telefonate) haben eine negative Auswirkung auf die Erholung und die Leistungsfähigkeit am nächsten Tag.
  • Spät abends (nach 22 Uhr), nachts oder am Wochenende sollte nach Möglichkeit nicht gearbeitet werden.
  • Eine klare Trennung von Arbeitszeit und Freizeit ist wichtig für die Erholung und Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit. Deshalb gilt es die Kontaktierung außerhalb der Arbeitszeit zu vermeiden. Telefonumleitungen und Abwesenheitsnotizen, wie auch die klare Kommunikation von Anwesenheitszeiten sind hierbei hilfreich (vgl. hierzu: INQA: Selbstcheck Ständige Erreichbarkeit).
  • Die Erfassung der Arbeitszeiten im Homeoffice hilft der Einhaltung von Pausen und Ruhezeitregelungen und trägt dazu bei, den Überblick über die geleistete Arbeitszeit zu behalten.

Stand: 25.03.2022

FAQ-Nr.: 0061

Wie ist die Unfallversicherung im Homeoffice geregelt?

Durch Anpassungen im Gesetz zum Versicherungsschutz wurde im Juni 2021 sichergestellt, dass bei der Arbeit von zuhause (Homeoffice bzw. Mobilem Arbeiten) im selben Umfang Versicherungsschutz besteht, wie bei der Ausübung der Tätigkeit in der Betriebsstätte. Der Versicherungsschutz besteht auch auf den Wegen, die Beschäftigte zurücklegen, um Kinder, die im eigenen Haushalt leben, in eine externe Betreuungseinrichtung zu bringen. Hier besteht auf dem direkten Hin- und Rückweg Versicherungsschutz. Darauf weist die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung hin:
https://www.dguv.de/de/mediencenter/pm/pressemitteilung_435666.jsp

Stand: 25.03.2022

FAQ-Nr.: 0066

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