Als Ressortforschungseinrichtung ist es unser Anspruch, Forschung und Entwicklung in hoher Qualität und Kontinuität für die wissenschaftsbasierte Politikberatung, den Praxistransfer und die Regulation sowie für ein breiteres Publikum durch die DASA Arbeitswelt Ausstellung nutzbar zu machen (Leitbild der BAuA). Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der BAuA schaffen mit ihrer Forschung und Entwicklung hierfür wichtige Grundlagen.
Unsere Forschung und Entwicklung ist unabhängig und entspricht den Anforderungen an moderne Ressortforschung gemäß der Leitlinien der Bundesregierung (PDF, 45 KB). Sie zielt auf das frühzeitige Erkennen von potenziellen Risiken für die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten, ebenso wie von möglichen Chancen für eine menschengerechte Arbeitsgestaltung. Im Mittelpunkt stehen hierbei die Veränderungen in der Arbeitswelt und die Notwendigkeit, bei technologischen und organisatorischen Innovationen die Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit von Anfang an mitzudenken.
Kooperationen
Wissenschaft bedeutet immer auch, über die Grenzen der einzelnen Disziplinen hinauszudenken. Nur dadurch ist es möglich, den komplexen Fragen der Arbeitswelt Rechnung zu tragen. In ihren Kooperationen untersucht die BAuA daher Fragestellungen aus dem Blickwinkel verschiedener Fachrichtungen parallel oder führt diese methodisch zu innovativen Forschungsansätzen zusammen. In der sogenannten transdisziplinären Zusammenarbeit wird zusätzlich praktisches Erfahrungswissen aus Unternehmen und Behörden einbezogen, damit wissenschaftlich fundierte Lösungen zugleich praxistauglich und rechtlich belastbar sind.
Weiterentwicklung der Forschungsinfrastruktur
Zuverlässige Forschungsdaten sind zentral für fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse und politische Beratung zu Arbeit und Gesundheit. Die BAuA baut deshalb ihre Datenerhebungen und die Bereitstellung von Forschungsdaten weiter aus und trägt zur Entwicklung einer leistungsfähigen Dateninfrastruktur bei. Über ihr Forschungsdatenzentrum stellt sie ihre Daten der wissenschaftlichen Community zur Verfügung und entwickelt Verfahren zur datenschutzkonformen Datenfernverarbeitung. Für die Durchführung ihrer Forschungsprojekte unterhält die BAuA eine eigene Laborinfrastruktur, die bei gemeinsamen Forschungsinteressen auch externe, nicht kommerzielle Forschungspartner nutzen können. Zudem baut die BAuA beispielsweise eine Bilddatenbank zu morphologischen Merkmalen toxikologisch relevanter Faseraerosole auf, um automatisierte Analysen mittels neuronaler Netze zu ermöglichen und Risiken am Arbeitsplatz besser beurteilen zu können.
Qualitätssicherung
Die BAuA verpflichtet sich in ihrer Forschung einem hohen fachlichen Standard (Leitlinien der BAuA). Dazu gehören konsequente Qualitätssicherung, aktive Teilnahme am nationalen und internationalen Wettbewerb, die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie eine enge Kooperation und Vernetzung innerhalb der Wissenschaftslandschaft. Unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bearbeiten Forschungsbedarfe in eigenen Forschungsprojekten. Ergänzend engagieren wir uns mit unseren Themen in wettbewerblich eingeworbenen Konsortialprojekten (Drittmittelprojekte). Darüber hinaus vergibt die BAuA extramurale Forschungsaufträge. Unsere Qualitätsansprüche an Forschung und Entwicklung orientieren sich außerdem an den hohen Anforderungen guter wissenschaftlicher Praxis der DFG.
Ergänzend stellt sich die BAuA mit ihren Forschungsaktivitäten regelmäßig auch dem Diskurs und der externen Qualitätssicherung, insbesondere durch eine enge Konsultation mit ihrem wissenschaftlichen Beirat und dem Kuratorium sowie durch Evaluation unserer Facharbeit. Die Evaluation durch den Wissenschaftsrat überprüft die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit der BAuA als Ressortforschungseinrichtung des Bundes und gibt Empfehlungen zu deren Verbesserung ab.