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Vollständige Arbeitstätigkeiten

Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt

Aufgaben vorbereiten, organisieren, ausführen und kontrollieren: Einen Arbeitsauftrag von A bis Z zu erfüllen, ist nur ein Beispiel für die Vollständigkeit von Aufgaben im Arbeitskontext.

In der Arbeitspsychologie ist das Konzept der Vollständigkeit ein wichtiger Bestandteil vieler Theorien wie dem Job-Characteristics-Model und verschiedenen Handlungsregulationstheorien.

Im Sinne der Handlungsregulationstheorie wird Vollständigkeit als integrativer oder übergeordneter Arbeitsbedingungsfaktor betrachtet. In dieser Theorie gibt es sowohl sequentiell vollständige als auch hierarchisch vollständige Aufgaben. Sequentielle Vollständigkeit bedeutet, dass Beschäftigte ihre Aufgaben nicht nur ausführen, sondern auch selbst vorbereiten, organisieren und kontrollieren. Hierarchische Vollständigkeit bezieht sich auf das Ausmaß, in dem Arbeitstätigkeiten unterschiedlich hohe Denkanforderungen beinhalten.

Im Rahmen des Job-Characteristics-Models bedeutet Vollständigkeit den Umfang an Aufgabengeschlossenheit (task identity). Damit ist das Ausmaß gemeint, in dem eine Tätigkeit ganzheitliche Aufgaben umfasst – von den ersten Arbeitsschritten bis hin zum Fertigstellen eines sichtbaren Ergebnisses.

Aktueller Erkenntnisstand

Eine Überblicksarbeit der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin fasst den wissenschaftlichen Kenntnisstand zur Vollständigkeit zusammen und betrachtet dessen Zusammenhänge mit (psychischer) Gesundheit und Befinden. Sie beschreibt außerdem dessen Beziehungen zu Motivation, Arbeitszufriedenheit und Leistung. Die Handlungsregulationstheorie und das Job-Characteristics-Model bilden hierfür die theoretische Basis. Die Autorinnen der Arbeit decken darüber hinaus Forschungslücken auf und diskutieren Optionen zur Gestaltung dieses Faktors, insbesondere in Bezug auf den Gestaltungsansatz "Job Enrichment".

Das Projekt "Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt"

Die Überblicksarbeit zur Vollständigkeit ist Bestandteil des Projekts "Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt - Wissenschaftliche Standortbestimmung". Das Projekt zielt darauf ab, psychische Belastungsfaktoren anhand des wissenschaftlichen Kenntnisstands zu bewerten.