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Traumatische Belastungen

Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt

Traumatische Belastungen treten bei vielen Berufsgruppen auf. Sie resultieren zum Beispiel aus Konfrontationen mit dem Tod oder Verletzungen. Außergewöhnlich kritische Ereignisse können Folgen für die Gesundheit haben.

Ein traumatisches Ereignis beinhaltet viele Aspekte. Die Konfrontation mit tatsächlichem oder drohendem Tod, einer ernsthaften Verletzung oder der Gefahr für die eigene oder fremde körperliche Unversehrtheit sind Beispiele dafür.

Im Arbeitskontext treten traumatische Belastungen unter anderem durch Raubüberfälle in einer Bank oder im Einzelhandel auf, durch schwere Unfallereignisse bei Berufskraftfahrern und durch den Einsatz im Rahmen von Katastrophenereignissen bei Rettungskräften. Traumatische Belastungen betreffen damit Beschäftigte in ganz unterschiedlichen Berufen.

Für die Arbeitsgestaltung stellt sich die Frage, ob Betriebe gesundheitliche Folgen solcher Ereignisse verhindern beziehungsweise abmildern können. Denkbar sind hierfür zum Beispiel Maßnahmen der Primärprävention und der Akuthilfe sowie der Unterstützung durch Kollegen und Vorgesetzte.

Aktueller Erkenntnisstand

Eine Überblicksarbeit der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin fasst den wissenschaftlichen Kenntnisstand zu traumatischen Belastungen im Arbeitskontext zusammen. Dabei betrachtet sie, inwiefern betriebliche Faktoren und Maßnahmen dazu beitragen, dass gesundheitliche Folgen eines traumatischen Ereignisses im Arbeitskontext verhindert, gemildert oder auch verschlimmert werden. Inhaltlich-konzeptionelle Überlegungen und (mess-) methodische Abwägungen sind ebenfalls Bestandteil der Arbeit. Die Verfasserinnen decken darüber hinaus Forschungslücken auf und diskutieren Gestaltungsaussagen der ausgewerteten Studien.

Das Projekt "Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt"

Die Übersichtsarbeit zu traumatischen Belastungen im Arbeitskontext ist Bestandteil des Projekts "Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt – Wissenschaftliche Standortbestimmung". Das Projekt zielt darauf ab, psychische Belastungsfaktoren anhand des wissenschaftlichen Kenntnisstands zu bewerten.