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Störungen und Unterbrechungen

Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt

Beschäftigte berichten häufig über Störungen und Unterbrechungen, während sie Aufgaben erledigen. Fehlbeanspruchungsfolgen und Leistungsminderung können die Folgen sein.

Arbeitsunterbrechungen und Störungen zählen laut repräsentativer Befragungen zur bedeutendsten psychischen Belastungen der heutigen Arbeitswelt. Deshalb herrscht zu diesem Thema in den vergangenen Jahren ein großes Forschungsinteresse.

Arbeitsunterbrechungen beschreiben das kurze Aussetzen einer Handlung, das durch eine externe Quelle verursacht wird. Beispiele hierfür sind eingehende E-Mails oder Anrufe. Arbeitsunterbrechungen stellen ein klar abgegrenztes Ereignis dar und gehen üblicherweise mit zusätzlichen Aufgaben einher. Sie sorgen damit nicht nur für Aufmerksamkeitsablenkungen, sondern erfordern auch eine Entscheidung zur Bearbeitung der Unterbrechungsaufgabe: Die Aufgabe kann sofort oder verzögert bearbeitet werden, sie kann ignoriert oder an andere delegiert werden. Schließlich muss zur noch nicht vollendeten Primärtätigkeit zurückgekehrt werden. Diese Prozesse kosten Zeit und (mentale) Ressourcen.

Störungen können – anders als Unterbrechungen – auch kontinuierlich wirken und sind in der Regel nicht mit zusätzlichen Aufgaben verbunden. Ein Beispiel dafür ist Baustellenlärm.

Aktueller Erkenntnisstand

Eine Überblicksarbeit der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin fasst den wissenschaftlichen Kenntnisstand zu Störungen und Unterbrechungen zusammen und betrachtet deren Zusammenhänge mit (psychischer) Gesundheit und Befinden. Außerdem beschreibt sie deren Beziehungen zu Motivation, Arbeitszufriedenheit und Leistung. Der Verfasser der Arbeit zeigt darüber hinaus Forschungslücken auf und diskutiert Optionen zur Gestaltung dieses Faktors.

Das Projekt "Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt"

Die Überblicksarbeit zu Störungen und Unterbrechungen ist Bestandteil des Projekts "Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt - Wissenschaftliche Standortbestimmung". Das Projekt zielt darauf ab, psychische Belastungsfaktoren anhand des wissenschaftlichen Kenntnisstands zu bewerten.