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Mobilität

Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt

Wie verkraften Menschen häufige Ortswechsel? Welche Folgen hat Mobilität für Unternehmen, für Familien, für Gesundheit und Wohlbefinden, für Bindung und Gebundenheit? Wie muss mobile Arbeit gestaltet sein, damit sie die Gesundheit der Betroffenen nicht beeinträchtigt?

Grundsätzlich ist Mobilität die Bewegung von Menschen und Dingen in einem geografischen Raum. Man unterscheidet verschiedene Formen von beruflicher Mobilität, zum Beispiel die berufsassoziierte und die berufsbedingte Mobilität. Pendelt jemand zum Arbeitsplatz, ist das ein Beispiel für die sogenannte berufsassoziierte Mobilität. Sie ist der Arbeit vor- und nachgelagert und dient dazu, berufliche und außerberufliche Anforderungen zu koordinieren. Eine Geschäftsreise dagegen ist ein Beispiel für die sogenannte berufsbedingte Mobilität. Sie ergibt sich aus Mobilitätserfordernissen der Arbeit selbst.

Fast jeder zweite Erwerbstätige berichtet heutzutage, dass er oder sie Erfahrungen mit Mobilität hat. Im Durchschnitt verbringt jeder Bundesbürger 74 Minuten seines Tages unterwegs und legt 44 Kilometer Wegstrecke zurück, davon 60 Prozent mit dem Pkw (Häfner & Kächele, 2007). Mobilität betrifft heute alle sozialen Schichten der Gesellschaft und ist seit Mitte der 90er Jahre eine der zentralen Erklärungsdimensionen westlicher Gesellschaften.

Aktueller Erkenntnisstand

Eine Überblicksarbeit der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin fasst den wissenschaftlichen Kenntnisstand zu Mobilität zusammen. Sie unterscheidet verschiedene Mobilitätsformen, geht auf Mobilitätsintensität, Zeitsouveränität sowie Arbeitsintensität ein und betrachtet deren Zusammenhänge mit (psychischer) Gesundheit und Befinden. Außerdem beschreibt sie deren Beziehungen zu Motivation, Arbeitszufriedenheit und Leistung. Die Arbeit zeigt darüber hinaus Forschungslücken auf und diskutiert Optionen zur Gestaltung dieses Faktors.

Das Projekt "Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt"

Die Übersichtsarbeit zu Mobilität ist Bestandteil des Projekts "Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt – Wissenschaftliche Standortbestimmung". Das Projekt bewertet psychische Belastungsfaktoren anhand des wissenschaftlichen Kenntnisstands.