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Hintergrundinformationen zum Zulassungsverfahren

Hier erhalten Sie Informationen und Formulare für einen Antrag auf Zulassung eines Biozidprodukts.

Ein Antrag auf Zulassung muss verschiedene Anforderungen erfüllen. In den folgenden Dokumenten sind diese Anforderungen beschrieben. Zudem erhalten Sie Hilfe beim Zusammenstellen der nötigen Antragsunterlagen.

Informationen für die Zulassung von Biozidprodukten

Es gibt Informationsblätter ("Fact Sheets") zu allen verschiedenen Antragsarten im Rahmen der Biozid-Verordnung. Sie erläutern die Anforderungen an die jeweiligen Anträge und beantworten häufig gestellte Fragen.

Für folgende Antragsarten stehen Informationsblätter zur Verfügung:

  • Nationale Zulassung
  • Gegenseitige Anerkennung (parallel / nachfolgend)
  • Zulassung eines gleichen Biozidprodukts (parallel / nachfolgend)
  • Änderung einer Zulassung eines Biozidprodukts (administrativ / geringfügig / wesentlich)

Weitere Informationsblätter enthalten Hilfen zu folgenden Themen:

  • Risikobewertung am Arbeitsplatz
  • Bewertung von Biozid-Rückständen in Lebensmitteln
  • Festlegung der Identität im Zulassungsbescheid
  • Zulassungsnummern bei Biozidproduktfamilien
  • Rodentizide (Produktart 14; Das Informationsblatt enthält eine Übersicht der in Deutschland möglichen Verwender- und Verwendungsbereich-Kombinationen)

Antragsunterlagen

Je nachdem, um welchen Antrag es sich handelt, sind in Deutschland bei der Antragstellung weitere Unterlagen vorzulegen.

Die entsprechenden Antragsunterlagen haben wir Ihnen in einer zip-Datei zusammengestellt:
Antragsunterlagen zur Zulassung von Biozidprodukten (ZIP, 3MB)

Allgemeine Kriterien einer guten fachlichen Anwendung von Fraßködern bei der Nagetierbekämpfung mit Antikoagulanzien

Es gibt in Deutschland festgelegte, allgemeine Kriterien einer guten fachlichen Anwendung von Fraßködern bei der Nagetierbekämpfung mit Antikoagulanzien (blutgerinnungshemmenden Wirkstoffen). Sie sind Bedingung für die Zulassung für alle Rodentizide mit Antikoagulanzien.

Als solche sind sie Bestandsteil der jeweiligen Zulassung eines Biozidproduktes, rechtsverbindlich und von allen Verwendern einzuhalten.

Bitte beachten Sie: Für den Verwender sind ausschließlich die Angaben auf dem Etikett sowie in der Gebrauchsanweisung zu dem jeweils einzusetzenden Biozidprodukt maßgeblich. Sie müssen zwingend beachtet werden.

Die entsprechenden Kriterien haben wir Ihnen hier zusammengestellt:

Antikoagulanzien der 1. Generation

Antikoagulanzien der 1. Generation

Zu den Biozidprodukten mit Antikoagulanzien der 1. Generation gehören alle Rodentizide mit den Wirkstoffen Warfarin, Chlorophacinon und Coumateralyl.

Es gelten weiterhin folgende Bestimmungen:

  • Für sachkundige Verwender und berufsmäßige Verwender mit Sachkunde:die "Allgemeinen Kriterien einer guten fachlichen Anwendung von Fraßködern bei der Nagetierbekämpfung mit Antikoagulanzien durch sachkundige Anwender und berufsmäßige Anwender mit Sachkunde" (Stand: 25.03.2013)
  • Für nicht-sachkundige Verwender: die "Allgemeine Kriterien einer guten fachlichen Anwendung von Fraßködern bei der Nagetierbekämpfung mit Antikoagulanzien durch nicht-sachkundige Anwender" (Stand: 19.06.2013)

Für den Verwender sind in jedem Fall ausschließlich die Bestimmungen der Zulassung maßgeblich, die durch das Etikett und die Gebrauchsanweisung des jeweiligen Biozidproduktes an den Verwender kommuniziert werden.

Antikoagulanzien der 2. Generation

Antikoagulanzien der 2. Generation

Zu den Biozidprodukten mit Antikoagulanzien der 2. Generation gehören alle Rodentizide mit den Wirkstoffen Difenacoum, Difethialon, Bromadiolon, Brodifacoum und Flocoumafen.

Bei der Überprüfung der "Allgemeine Kriterien einer guten fachlichen Anwendung von Fraßködern bei der Nagetierbekämpfung mit Antikoagulanzien“ wurde in Bezug auf das Verbot der befallsunabhängigen Dauerbeköderung (Permanentbeköderung) mit Antikoagulanzien der 2. Generation festgestellt, dass in besonders sensiblen Bereichen (z. B. Lebensmittelunternehmen) zum Schutz der Gesundheit oder Sicherheit von Menschen und Tieren eine solche befallsunabhängige Dauerbeköderung erforderlich sein kann.

Aus diesem Grund hat die Bundesstelle für Chemikalien in Zusammenarbeit mit den Einvernehmensstellen eine Ausnahmeregelung erarbeitet. Sie ermöglicht eine befallsunabhängige Dauerbeköderung unter bestimmten Voraussetzungen, sofern ein ausgebildeter oder geprüfter Schädlingsbekämpfer mit einer Sachkunde nach Anhang I, Nr. 3 Gefahrstoff-Verordnung das Vorliegen dieser Voraussetzungen im konkreten Einzelfall feststellt.

Dementsprechend wurden die bestehenden Bedingungen für die Antikoagulanzien der 2. Generation überarbeitet und angepasst. Daher gilt für die Verwendung von Biozidprodukte mit Antikoagulanzien der 2. Generation die folgende Bestimmung:

"Allgemeine Kriterien einer guten fachlichen Anwendung von Fraßködern bei der Nagetierbekämpfung mit Antikoagulanzien durch sachkundige Verwender und berufsmäßige Verwender mit Sachkunde" (Version 1.3 vom 30.07.2014)

Für die bereits erteilten Zulassungen von Antikoagulanzien der 2. Generation wurde es den Zulassungsinhabern freigestellt, diese Änderung für ihre Produkte zu übernehmen.

Für den Verwender sind in jedem Fall ausschließlich die Bestimmungen der Zulassung maßgeblich, die durch das Etikett und die Gebrauchsanweisung des jeweiligen Biozidproduktes an den Verwender kommuniziert werden.

Kontakt

Bundesstelle für Chemikalien

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