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Gruppe 3.5 Psychische Belastungen

Im Wandel der Arbeitswelt gewinnen psychische Belastungen an Bedeutung. Zentrale Trends, die hierbei eine Rolle spielen, sind die Globalisierung und zunehmender Wettbewerbsdruck, die Tertiarisierung und Informatisierung unserer Gesellschaft sowie die fortlaufende Beschleunigung von Fertigungs-, Dienstleistungs- und Kommunikationsprozessen.

In der Folge werden Arbeitstätigkeiten vielfach komplexer. Die zu bewältigende Aufgaben- und Informationsmenge steigt. Beschäftigte sind zudem verstärkt gefordert, Kommunikation und Kooperation in einer zunehmend vernetzten Arbeitswelt erfolgreich zu gestalten. Zugleich steigen Flexibilitäts- sowie Mobilitätsanforderungen. Auch die Steuerungsformen von Arbeit verändern sich, beispielsweise durch die vermehrte Einführung von Zielvereinbarungen.

Die skizzierten Entwicklungen bergen Chancen für qualifiziertere, abwechslungsreichere und als sinnvoll erfahrene Arbeit. Für viele Beschäftigte eröffnen sich neue berufliche Entwicklungsmöglichkeiten. Erweiterte Entscheidungsspielräume und mehr Eigenverantwortung gelten als wichtige, den Gesunderhalt unterstützende "Ressourcen". Die Kehrseiten des Wandels liegen dagegen u.a. in beruflicher Unsicherheit und möglichen Überforderungen. In repräsentativen Befragungen werden insbesondere starker Zeit- und Leistungsdruck sowie Störungen und Unterbrechungen der Arbeit von den befragten Erwerbstätigen berichtet und als belastend empfunden.

Psychische Belastungen können sowohl zu psychischen Störungen als auch zu körperlichen Erkrankungen wie Muskel-Skelett- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen beitragen. Verbreitete Folgen sind zudem Motivationsverluste, Arbeitsunzufriedenheit und Leistungsabfall.

Vor diesem Hintergrund liegen die Schwerpunkte der Arbeit derzeit in folgenden Bereichen:

Forschung und Entwicklung

  • Auswertung und Aufbereitung von Daten zur Verbreitung und Entwicklung von psychischen Belastungsfaktoren
  • Forschung zu ausgewählten Belastungskonstellationen unter Berücksichtigung neuer Entwicklungen in der Arbeitswelt (Zeit- und Leistungsdruck sowie Gestaltung von Pausen und Erholung bei Wissens- und Dienstleistungsarbeit)
  • Untersuchung von Vorgehensweisen und Methoden zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung und zum Umgang mit psychosozialen Risiken auf betrieblicher Ebene

Politikberatung

  • Aktive Mitarbeit in Fachgremien und Arbeitskreisen auf nationaler und internationaler Ebene
  • Fachliche Vertretung der BAuA in der Arbeitprogrammgruppe der GDA "Schutz und Stärkung der Gesundheit bei arbeitsbedingten psychischen Belastungen"

Kontakt

Dr. Martina Morschhäuser

Gruppenleiterin Gruppe 3.5 "Psychische Belastungen"

Weitere Kontaktmöglichkeiten