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Gruppe 3.4 Mentale Gesundheit und Kognitive Leistungsfähigkeit

Die mentale Gesundheit von Beschäftigten gewinnt für den Arbeits- und Gesundheitsschutz zunehmend an Bedeutung. Vor dem Hintergrund des Wandels in der Arbeitswelt, der durch eine signifikante Zunahme psychosozialer und psychomentaler Anforderungen und Belastungen gekennzeichnet ist, sind Fragen nach den Wirkungen psychischer Belastungen auf die mentale Gesundheit von Beschäftigten von großem Interesse. Dabei liegt der Fokus sowohl auf den in der Arbeitswelt an Brisanz gewonnenen psychischen Störungen als auch auf arbeits- und individuumsbezogenen Ressourcen zur Stärkung der mentalen Gesundheit.

Darüber hinaus ist eine starke Zunahme kognitiver Anforderungen in der Arbeitswelt zu verzeichnen. Diese werden z. B. durch hohe Multitasking-Anforderungen, häufige Arbeitsunterbrechungen sowie ständig wechselnde Arbeitsanforderungen hervorgerufen. Aufgrund der Zunahme informationsintensiver Arbeitstätigkeiten haben Fragen der kognitiven Leistungsfähigkeit sowie Grenzen der Informationsverarbeitungskapazität des menschlichen Gehirns eine besondere Bedeutung.

Vor dem Hintergrund dieser Trends in der Arbeitswelt sind die Forschungsaufgaben der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) sowohl auf die Wirkung von Arbeit auf die mentale Gesundheit als auch auf die Folgen informationsintensiver Arbeitstätigkeiten für die kognitive Leistungsfähigkeit, mentale Beanspruchung und Gesundheit gerichtet.

Dazu hat die BAuA die Forschung und Entwicklung auf folgende Schwerpunkte ausgerichtet:

  • Systematisierung von Ergebnissen der internationalen Forschung über den Zusammenhang zwischen Arbeit, mentaler Gesundheit und kognitiver Leistungsfähigkeit
  • Erhebung von Daten durch repräsentative Befragungen im Kontext "Arbeit und mentale Gesundheit". Dabei werden nicht nur Mental Health Indikatoren für psychische Störungen, sondern auch für die "positive" mentale Gesundheit (z. B. Wohlbefinden, Arbeitszufriedenheit, Ressourcen) erfasst.
  • Empirische Forschung zu arbeits- und individuumsbezogenen Determinanten mentaler Gesundheit, Arbeits- und Leistungsfähigkeit
  • Forschung zur kognitiven Leistungsfähigkeit und zu kognitiven Reserven mittels psychophysiologischer Methoden
  • Entwicklung und Anwendung von Methoden zur kontinuierlichen Beanspruchungsmessung im Arbeitsumfeld

Im Ergebnis unserer Forschung wird evidenzbasiertes Wissen z. B. für die Politikberatung bereitstellt. Dieses Wissen kann weiterhin für die Entwicklung komplexer Strategien im Bereich der Prävention psychischer Störungen, der Förderung mentaler Gesundheit und der Stärkung kognitiver Kompetenzen genutzt werden. Besonders in Hinblick auf den Erhalt und die Förderung von mentaler Gesundheit und Arbeitsfähigkeit sind Konzepte gefragt, die nicht nur auf die Abwesenheit psychischer Störungen fokussieren, sondern auch auf Ressourcen für die mentale Gesundheit und den Erhalt der kognitiven Leistungsfähigkeit.

Kontakt

WissD'in Dr. Gabriele Freude

Gruppenleiterin Gruppe 3.4 "Mentale Gesundheit und Kognitive Leistungsfähigkeit"

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