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Ausschuss für Arbeitsmedizin (AfAMed)

Der AfAMed entwickelt und betreut die Arbeitsmedizinischen Regeln (AMR) zur Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV).

Seit seiner Gründung 2009 führt die BAuA die Geschäfte des Ausschuss für Arbeitsmedizin (AfAMed). Das mit Vertretern der Arbeitgeber, Gewerkschaften, Länderbehörden, der gesetzlichen Unfallversicherung und weiteren Personen aus Wissenschaft und Praxis besetzte Gremium berät das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) in allen Fragen des medizinischen Arbeitsschutzes.

Aufgaben des AfAMed

Der AfAMed hat gemäß § 9 Abs. 3 ArbMedVV die Aufgabe:

  • dem Stand der Arbeitsmedizin entsprechende Regeln und sonstige gesicherte arbeitsmedizinische Erkenntnisse zu ermitteln,
  • Regeln und Erkenntnisse zu ermitteln, wie die in dieser Verordnung gestellten Anforderungen insbesondere zu Inhalt und Umfang von Pflicht-, Angebots- oder Wunschvorsorge erfüllt werden können,
  • Empfehlungen zur arbeitsmedizinischen Vorsorge aufzustellen,
  • Empfehlungen für weitere Maßnahmen der Gesundheitsvorsorge auszusprechen, insbesondere für betriebliche Gesundheitsprogramme,
  • Regeln und Erkenntnisse zu sonstigen arbeitsmedizinischen Präventionsmaßnahmen nach § 1 Abs. 3 zu ermitteln, insbesondere zur allgemeinen arbeitsmedizinischen Beratung der Beschäftigten,
  • das Bundesministerium für Arbeit und Soziales in allen Fragen der arbeitsmedizinischen Vorsorge sowie zu sonstigen Fragen des medizinischen Arbeitsschutzes zu beraten

Der AfAMed arbeitet eng mit den anderen Ausschüssen beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales zusammen. Das Arbeitsprogramm des Ausschusses für Arbeitsmedizin wird mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales abgestimmt.

Berufungsperioden des AfAMed

Die konstituierende Sitzung für die erste Berufungsperiode fand am 19. März 2009 in Berlin statt. Am 10. Februar 2015 startete der AfAMed erneut mit einer konstituierenden Sitzung in die zweite Berufungsperiode. Die 3. Berufungsperiode begann mit der konstituierenden Sitzung am 9. Mai 2019.

Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV)

Mit der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV), in Kraft getreten am 24. Dezember 2008 und zuletzt geändert am 23. Oktober 2013, wurde der Grundstein für den Ausschuss für Arbeitsmedizin beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gelegt. Ziel der Verordnung (gemäß § 1 der ArbMedVV) ist es, durch Maßnahmen der arbeitsmedizinischen Vorsorge arbeitsbedingte Erkrankungen einschließlich Berufskrankheiten frühzeitig zu erkennen und zu verhüten. Arbeitsmedizinische Vorsorge soll zugleich einen Beitrag zum Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit und zur Fortentwicklung des betrieblichen Gesundheitsschutzes leisten.

Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV)

Unterausschüsse

Der Ausschuss für Arbeitsmedizin arbeitet auf der Grundlage einer Geschäftsordnung und tagt zwei Mal pro Jahr, um Arbeitsergebnisse zu beraten und zu beschließen. Die Arbeitsergebnisse sollen fachlich von drei Unterausschüssen (UA) vorbereitet werden:

  • UA I: "Gefahrstoffe, physikalische Einwirkungen und sonstige Tätigkeiten"
    (Vorsitzende: Frau Dr. Petereit-Haack)
  • UA II: "Biologische Arbeitsstoffe und Infektionsgefährdungen"
    (Vorsitzender: Herr Dr. von Schwarzkopf)
  • UA III: "Grundsatzfragen und aktuelle Entwicklungen"
    (Vorsitzender: Herr Dr. Panter)

Ergebnisse der letzten Sitzung des AfAMed

Ergebnisse der 24. Sitzung am 09.05.2019 in Berlin

In der konstituierenden Sitzung für die 3. Berufungsperiode (zugleich 24. Sitzung) am 09.05.2019 in Berlin hat der Ausschuss für Arbeitsmedizin (AfAMed) unter anderem folgende Beschlüsse gefasst:

Der AfAMed wählte Herrn Prof. Letzel zum Vorsitzenden für die 3. Berufungsperiode. Frau Dr. Förster und Herr Dr. Kern wurden als stellvertretende Vorsitzende gewählt.

Hinsichtlich der künftigen Struktur sah der AfAMed Bedarf für die Einrichtung von drei Unterausschüssen und hat folgende Struktur beschlossen:

  • UA I: "Gefahrstoffe, physikalische Einwirkungen und sonstige Tätigkeiten"
    (Vorsitzende: Frau Dr. Petereit-Haack)
  • UA II: "Biologische Arbeitsstoffe und Infektionsgefährdungen"
    (Vorsitzender: Herr Dr. von Schwarzkopf)
  • UA III: "Grundsatzfragen und aktuelle Entwicklungen"
    (Vorsitzender: Herr Dr. Panter)

Aufgrund der Dringlichkeit des Themas „Arbeitsmedizinische Vorsorge bei intensiver Belastung durch natürliche UV-Strahlung“ hielt der AfAMed die Einrichtung von zwei Arbeitskreisen, jeweils unter der Leitung von Frau Prof. Völter-Mahlknecht, für erforderlich und hat sie zu folgenden Themen beschlossen:

  • Erstellung AMR 13.3 zu natürlicher UV-Strahlung
  • Erstellung eines Evaluationskonzeptes für die natürliche UV-Strahlung

Weiterhin beschloss der AfAMed die AMR 6.7 "Pneumokokken-Impfung als Bestandteil der arbeitsmedizinischen Vorsorge bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen durch Schweißen und Trennen von Metallen" und die Streichung der AfAMed-FAQ 1.51. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales wurde gebeten, die AMR 6.7 im Gemeinsamen Ministerialblatt zu veröffentlichen.

Neben weiteren formalen Beschlüssen, zum Beispiel zur Geschäftsordnung, wurden erste Überlegungen zum künftigen Arbeitsprogramm erarbeitet. Das Arbeitsprogramm soll in der nächsten Sitzung finalisiert werden. Dem Arbeitsprogramm und der Einrichtung der Untergremien muss das Bundesministerium für Arbeit und Soziales zustimmen.

Termine: Die 22. Sitzung des Koordinierungskreises wird am 26. September 2019, die 25. Sitzung des AfAMed am 12./13. November 2019 stattfinden.

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Kontakt

Geschäftsführung des AfAMed

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin Nöldnerstraße 40-42 10317 Berlin
Telefon: 030 51548-4165 Fax: 030 51548-4060

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