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Biomonitoring in der Ausatemluft und Effektmonitoring beruflich Styrol-Exponierter

Projektnummer: F 2537 Projektdurchführung: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) Status: Laufendes Projekt Geplantes Ende: 31. März 2024

Projektbeschreibung:

Styrol ist ein aromatischer Kohlenwasserstoff und ein wichtiger Grundstoff der chemischen Industrie. Die Verwendung ist vielseitig und weit verbreitet. So wird Styrol zur Herstellung von Kunststoffen, als Lösungsmittel oder als Reaktionspartner für ungesättigte Polyesterharze eingesetzt. Auf das menschliche Nervensystem hat Styrol akut und chronisch eine schädigende Wirkung.

Je nach Arbeitsverfahren und -bereich können Beschäftigte erhöhten Styrol-Expositionen – mit der Gefahr von Grenzwertüberschreitungen – ausgesetzt sein. In diesen Expositionsszenarien ist eine Überwachung und Einschätzung der tatsächlichen Belastung der Beschäftigten notwendig.

Bislang werden für eine solche Einschätzung Styrol-Abbauprodukte des Stoffes im Urin bestimmt. Diese Rückstände können jedoch auch durch Stoffwechselprodukte anderer Gefahrstoffe beeinflusst werden. Hingegen lässt sich Styrol in der Ausatemluft direkt messen. Das Vorläufer-Projekt F 2400 der BAuA konnte zeigen, dass Styrol in der Ausatemluft genauso präzise und zuverlässig gemessen werden kann wie dessen Rückstände im Urin. Die Probenahme ist einfach und selbstständig durch die Beschäftigten durchzuführen. Somit eignet sich die Methode grundsätzlich gut für ein arbeitsmedizinisches Biomonitoring.

Im Rahmen einer Feldstudie soll nun untersucht werden, ob Styrol in der Ausatemluft auch unter betrieblichen Bedingungen zuverlässig gemessen werden kann. Die Studienergebnisse sollen die Frage klären, ob das Verfahren zukünftig als alternative Methode zur bisherigen Urinuntersuchung genutzt werden kann.

Begleitend sollen Auswirkungen von Styrol auf das Nervensystem durch Tests verschiedener Sinne, z.B. Farb-, Geruchs- und Gleichgewichtssinn, untersucht werden. Dabei steht die praktische Anwendbarkeit der Tests unter betrieblichen Bedingungen im Vordergrund.

Kontakt

Fachgruppe 4.2 "Medizinischer Arbeitsschutz, Biomonitoring"

Service-Telefon: 0231 9071-2071 Fax: 0231 9071-2070

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