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Vereinfachte Gefährdungsbeurteilung optischer Hochleistungs-Strahlungsquellen

Teilprojekt I: Bewertungskriterien zur Gefährdungsbeurteilung optischer Hochleistungs-Strahlungsquellen;
Teilprojekt II: Validierung eines vereinfachten Bewertungsverfahrens bei komplexen Blaulicht- und IR-Strahlungsexpositionen (PEROSH-Projekt)

Projektnummer: F 2483 Projektdurchführung: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) Status: Laufendes Projekt Geplantes Ende: 30. September 2022

Projektbeschreibung:

Die rasante Entwicklung in der Halbleitertechnologie bedingt immer leistungsstärkere, energieeffizientere und preisgünstigere inkohärente optische Strahlungsquellen. Ebenso können auch moderne Entladungslampen mit sehr hohen Strahldichten kostengünstig zu erwerben sein. Gleichzeitig haben sich Wellenlängenverteilungen, Quellengrößen und die technisch realisierbaren Strahldichten im letzten Jahrzehnt um Größenordnungen geändert.

Einsatzbereiche inkohärenter optischer Hochleistungs-Strahlungsquellen (HiPOR-Quellen) finden sich u. a. bei Veranstaltungen oder in Fernsehstudios, wo meist eine Vielzahl an Strahlern gleichzeitig verwendet werden. Aber auch auf Baustellen im Hoch- und Tiefbau oder in der Industrie werden leistungsstarke LED-Arrays wegen ihres kostengünstigen Betriebs immer beliebter zur gezielten Ausleuchtung von speziellen Arbeitsbereichen. Die notwendigen Abstände zur Strahlungsquelle können häufig jedoch nicht so gewählt werden, dass eine Gefährdung für Beschäftigte sicher auszuschließen ist.

Während UV-Strahlung durch den bestimmungsgemäßen Einsatz entsprechender Filter in der Regel unkritisch ist, hat die Beurteilung von Netzhautgefährdungen durch sichtbare und infrarote Strahlung hohe Relevanz. Die OStrV enthält dafür Expositionsgrenzwerte und fordert die fachkundige Durchführung der Gefährdungsbeurteilung. Die Diversität möglicher Expositionsszenarien erschwert die hierfür notwendige messtechnisch anspruchsvolle Strahldichtebestimmung. Darüber hinaus gibt es keine einheitlichen Bewertungskriterien für die Beurteilung der Arbeitsbedingungen bei Expositionen gegenüber HiPOR-Quellen.

Durch experimentelle (Labor-) Untersuchungen verschiedener HiPOR-Quellen Expositionsszenarien sollen Bewertungskriterien abgeleitet werden. Ein projektbegleitendes PEROSH-Vorhaben soll diese Kriterien auf europäischer Ebene evaluieren und vereinheitlichen. Abschließend sollen die Ergebnisse durch eine einfache Handlungshilfe für die Praxis umgesetzt werden.

Kontakt

Fachgruppe 2.2 "Physikalische Faktoren"

Service-Telefon: 0231 9071-2071 Fax: 0231 9071-2070