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Geräuschemission von Maschinen

Einfache näherungs­weise Ermittlung der Umgebungs­korrektur bei der Geräusch­emissionsmessung

Projektnummer: F 2438 Projektdurchführung: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) Status: Abgeschlossenes Projekt

Projektbeschreibung:

Damit Arbeitgeber ihre Verpflichtung zur Auswahl leiser Maschinen erfüllen und so ihre Beschäftigten besser vor Gefährdungen durch Lärm bei der Arbeit schützen können, sind belastbare Geräuschemissionsangaben zu Maschinen Voraussetzung. Als mögliche Ursachen für fehlende oder mangelhafte Geräuschemissionsangaben werden unter anderem komplexe und kostenintensive normative Messverfahren für die Ermittlung der Geräuschemissionswerte gesehen. Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) wären in den eigenen Betriebsräumen selbst durchgeführte Messungen ein praktikabler und kostengünstiger Weg. Diese scheitern aber häufig an der dazu nötigen Ermittlung der Umgebungskorrektur des Raumes, in dem diese Messungen durchgeführt werden sollen. Ziel des Projektes war deshalb, ein einfaches, für KMU praktikables Verfahren zur Ermittlung der Umgebungskorrektur zu entwickeln.

Ein mögliches Verfahren zur Qualifizierung der Messumgebung arbeitet mit Hilfe einer Referenzschallquelle (RSS). Die Idee des Projekts bestand darin, anstelle einer teuren RSS eine kleine, in jeder Firma vorhandene, transportable, laute Maschine als Ersatz-RSS zu verwenden. Zunächst wird die Schallleistung dieser Ersatz-RSS durch Messungen nach Norm im akustischen Freifeld ermittelt. Anschließend wird die Ersatz-RSS in den Raum gebracht, in der zukünftig alle Maschinen des Herstellers gemessen werden sollen. Dort wird die Schallleistung der Ersatz-RSS erneut gemessen. Da der dort ermittelte Schallleistungspegel wegen der Schallreflexionen im Raum höher ausfällt als im Freifeld, ergibt sich aus der Differenz der beiden Schallleistungspegel näherungsweise die Umgebungskorrektur des Messraumes.

Im Projekt konnte gezeigt werden, dass mit diesem Verfahren grundsätzlich eine hinreichende Genauigkeit bei der Bestimmung der Umgebungskorrektur zu erzielen ist. Eine im Projekt entwickelte Checkliste hilft bei der Auswahl einer als Ersatz-RSS geeigneten Maschine im Betrieb.

Durch die Verwendung bereits im Betrieb vorhandener Maschinen als Ersatz-RSS wird es für Maschinenhersteller leichter, die Schallleistung von Maschinen in ihren Betriebsräumen zu ermitteln. Dies trägt dazu bei, dass zukünftig die Geräuschemissionen von Maschinen gemäß den Anforderungen der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG angegeben werden können. In der Folge ermöglicht es Betrieben, leisere Maschinen zu beschaffen und dadurch die Lärmbelastung von Beschäftigten zu reduzieren.

Weitere Informationen

Kontakt

Fachgruppe 2.2 "Physikalische Faktoren"

Service-Telefon: 0231 9071-2071 Fax: 0231 9071-2070