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Potentialanalysen gekoppelter Arbeitssystemgestaltung mit ema- und AnyBody-Modellen für die Ergonomie-Bewertung

Projektnummer: F 2435 Projektdurchführung: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) Status: Abgeschlossenes Projekt

Projektbeschreibung:

Die ergonomische Gestaltung von Arbeitsplätzen ist eine Voraussetzung, um Muskel-Skelett-Erkrankungen vorzubeugen. Digitale Menschmodelle können dabei helfen, in der Planung von Arbeitsplätzen frühzeitig den Menschen mit einzubeziehen und Fehlbelastungen durch unzureichende Arbeitsplatzgestaltung auszuschließen. Die Bewertungsverfahren der Menschmodelle berücksichtigen jedoch häufig nur die Körperhaltung und die zu tragende Last. Biomechanische Beanspruchungsgrößen, etwa die Kompressionskraft an der Lendenwirbelsäule, die als maßgebliche Einflussgröße von Rückenbeschwerden gilt, kann mit diesen Verfahren nicht berücksichtigt werden.

Ziel des Projekts ema2AnyBody war es, die Möglichkeiten der ergonomischen Bewertung des Menschmodells ema um biomechanische Beanspruchungsgrößen aus dem Modell AnyBody zu erweitern. Um die Ergebnisse aus der Kopplung der beiden Menschmodelle zu bewerten, wurde von der BAuA eine Beobachtungsstudie durchgeführt.

Es zeigte sich, dass die Kopplung der Modelle machbar ist. Die Ergebnisse belegen jedoch auch, dass die computergenerierten Bewegungen teilweise von den Bewegungen des Menschen abweichen. Aufgrund dieser Abweichungen liegt die Vermutung nahe, dass die berechneten biomechanischen Beanspruchungsgrößen die tatsächlichen Gelenkbeanspruchungen überschätzten. Die Rumpfbewegungen stimmten dennoch gut überein, sodass eine Berücksichtigung der Lendenwirbelsäulenbeanspruchung möglich ist.

Durch die Zusammenführung beider Modelle entstehen neue Möglichkeiten, ergonomische Bewertungen zu erweitern. Mit dem Ansatz können nicht nur Körperhaltungen und äußere Kräfte berücksichtigt werden, sondern auch im Körper wirkende Gelenkkräfte als potentielle Risikofaktoren berechnet werden. Diese sind beispielsweise bei körperlichen Tätigkeiten von großer Bedeutung.

Kontakt

Fachgruppe 2.3 "Human Factors, Ergonomie"

Service-Telefon: 0231 9071-2071 Fax: 0231 9071-2070

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