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Experimentelle Untersuchungen zur kurzfristigen Belastung und Beanspruchung beim Ziehen und Schieben von Karren

Beitrag zur Validierung der Leitmerkmalmethode Ziehen und Schieben

Projektnummer: F 2425 Projektdurchführung: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) Status: Laufendes Projekt Geplantes Ende: 30. April 2020

Projektbeschreibung:

Auch in der gegenwärtigen Arbeitswelt verrichtet eine erhebliche Anzahl von Erwerbstätigen physische Arbeit, wobei das Ziehen oder Schieben von Karren häufig auftritt, da derartige Flurförderfahrzeuge in der Bauwirtschaft, der Land- und Forstwirtschaft, bei der Müllentsorgung oder auch im Logistikbereich vielfach Verwendung finden. Zur Beurteilung der mit der Durchführung solcher Tätigkeiten verbundenen gesundheitlichen Gefährdung lässt sich auch die von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin entwickelte Leitmerkmalmethode (LMM) "Ziehen/Schieben" nutzen, bei der die Gefährdungsbeurteilung u. a. auf Experteneinschätzungen basiert. Ziel des Projektes ist es, die Sensitivität der Methode für auftretende Belastungsunterschiede zu prüfen, die Aufschluss darüber gibt, ob die Expertenurteile Veränderungen der Belastungsbedingungen adäquat wiedergeben.

Es wird davon ausgegangen, dass im Experiment nachgewiesene kurzeitige Effekte bei langfristiger Exposition mit dem Auftreten von manifesten gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder Krankheiten korrelieren.  Die Belastungsgrößen Untergrund, Wegneigung, Last und Lastschwerpunkt werden im Experiment systematisch variiert. Die resultierende Belastung für den Probanden soll über Körperhaltung und Körperbewegung, Handkräfte und Bodenreaktionskräfte erfasst werden, die  Beanspruchung über muskuläre Aktivität, Herzschlagfrequenz und subjektive Beanspruchungseinschätzung. Dieser komplexe Ansatz wird der Tatsache gerecht, dass die Leitmerkmalmethoden bei der Beurteilung sowohl biomechanische und energetische als auch muskelphysiologische und psychophysische Aspekte berücksichtigen.

Die auf der Grundlage des vorliegenden Projekts experimentell ermittelten Ergebnisse zur Belastung und Beanspruchung beim Ziehen und Schieben von Karren werden mit den Experteneinschätzungen, auf denen die LMM beruht, verglichen. Die Beurteilung der Gefährdung beim Ziehen und Schieben von Karren wird damit überprüft, und es werden Vorschläge zu ggf. notwendigen Anpassungen und Korrekturen unterbreitet.

Kontakt

Fachgruppe 3.1 "Prävention arbeitsbedingter Erkrankungen"

Service-Telefon: 0231 9071-2071 Fax: 0231 9071-2070