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(Wirkungsvolle) Arbeitsschutz-Strukturen in der digitalen Welt. Ist- und Sollbestimmung

Projektnummer: F 2411 Projektdurchführung: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) / Dortmunder Forschungsbüro für Arbeit, Prävention und Politik, Witten Status: Laufendes Projekt Geplantes Ende: 30. September 2018

Projektbeschreibung:

Mit der Digitalisierung der Arbeitswelt lösen sich die betrieblichen Strukturen immer mehr auf. Neue Arbeits- und Organisationsformen entstehen, die zu Veränderungen in den arbeitsbezogenen Anforderungs- und Belastungskonstellationen der Beschäftigten führen. Damit verändern sich auch die Handlungsbedingungen der betrieblichen und überbetrieblichen Arbeitsschutzakteure.

Vor diesem Hintergrund kann man die Fragen stellen: Passt das bestehende institutionelle Arbeitsschutzsystem in seiner Struktur und mit den etablierten Prozessen mit den Sifas, Betriebsärzten und Aufsichtspersonal der Länder und Berufsgenossenschaften noch zu den veränderten Arbeitsbedingungen oder braucht man neue Strukturen und Prozesse? Welche Kompetenzen, Instrumente und Handlungsstrategien brauchen die Akteure bzw. wie müssten sich ihre Sichtweisen und Handlungspraktiken ändern?

In unserem Projekt werden wir diese Fragen mit den Methoden der qualitativen Sozialforschung umfassend explorieren. Aus den Perspektiven der von inner- und überbetrieblichen Arbeitsschutzexperten, Arbeitgebern und Beschäftigten soll das Spektrum der Umgangsweisen mit digitalisierten Arbeitsformen in der betrieblichen Praxis und in der Praxis der überbetrieblichen Arbeitsschutzakteure umfassend beschrieben werden. Auf dieser Basis sollen Hypothesen dazu entwickelt werden, welche förderlichen und hemmenden Faktoren Interventionen im Kontext von digitalisierten Arbeitsformen beeinflussen. Die Hypothesen können in einem anschließenden Folgeprojekt in der Praxis erprobt werden. Dabei wird die Frage im Mittelpunkt stehen, wie eine erfolgreiche Kooperation zwischen allen beteiligten Stakeholdern gelingen kann. Im Sinne der menschengerechten Gestaltung der Arbeit soll im Folgeprojekt erprobt werden, wie sich Arbeitsschutz beteiligungsorientierter gestalten lässt und Freiräume für Aushandlungsprozesse möglich werden.

In der Gruppe 1.4 liegt ein aktueller Forschungsschwerpunkt auf den in Organisationen vorhandenen förderlichen und hemmenden Faktoren für Interventionen im Arbeitsschutz. Im Mittelpunkt der Forschungsinteressen steht die Frage, wie und warum organisationale Kontextbedingungen die Wirkung von Interventionen beeinflussen. Das beantragte Projekt ist Teil eines Projekt-Bündels zur Beschaffenheit, dem Umsetzungsstand und der Wirkung von Strukturen und Strategien im Arbeitsschutz (vgl. F 2342, F 2388, Wirkungsforschung im Kontext der GDA-Dachevaluation).

Kontakt

Fachgruppe 1.4 "Strukturen und Strategien im Arbeitsschutz; NAK-Geschäftsstelle"

Service-Telefon: 0231 9071-2071 Fax: 0231 9071-2070