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(Wirkungsvolle) Arbeitsschutz-Strukturen in der digitalen Welt. Ist- und Sollbestimmung

Projektnummer: F 2411 Projektdurchführung: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) / Dortmunder Forschungsbüro für Arbeit, Prävention und Politik, Witten Status: Abgeschlossenes Projekt

Projektbeschreibung:

Im Projekt wurde eine deutliche und empirisch abgesicherte Differenzierung der breiten Diskussion rund um die Digitalisierung der Arbeitswelt erreicht. Digitalisierung wird als vielschichtiger Treiber von Wandlungsprozessen in vielen Dimensionen sichtbar. Digitalisierung von Arbeit wird im Bericht in Hinsicht auf die Wirkweisen des Arbeitsschutzes hin differenziert.

Digitalisierung wirkt vornehmlich als Flexibilisierung von Zeiten und Orten der Arbeit und zwar vorwiegend in sieben Problembereichen: So stellen fehlende Zugänge zur Arbeit, eine fehlende Autonomie der Beschäftigten, die Hartnäckigkeit alter Leitbilder des Arbeitsschutzes, eine Verantwortungsverlagerung auf die Beschäftigten, Zugriffsprobleme der Arbeitsschutzbehörden- und Akteure, Kooperationsprobleme der Arbeitsschutzakteure und eine fehlende Zukunftsfestigkeit des Arbeitsschutzes die Strategien und Strukturen des Arbeitsschutzes heute und in Zukunft vor Herausforderungen.

Kennzeichnend für alle Problembereiche ist eine zentrale Herausforderung des Arbeitsschutzes: Die Akteure, Betriebe und Gestaltungsmöglichkeiten geraten in zeitlich und örtlich flexiblen Arbeitszusammenhängen einander wechselseitig aus dem Blick. Probleme, Belastungen, Gefährdungen, aber auch Gestaltungsmöglichkeiten und Kooperationen verlieren durch Flexibilisierung ihre Sichtbarkeit. Dabei betrifft der Wandel unterschiedliche Branchen und Betriebsgrößen gleichermaßen, er tritt auch in traditionellen Branchen deutlich zu Tage. Für den Arbeitsschutz wird absehbar, dass er im Kontext zeitlich und räumlich flexibler Arbeit neue Wirkweisen entwickeln muss - jenseits der der Allianz mit den Strukturen in denen Arbeit organisiert wird.

Das Projekt zeigt, dass Digitalisierung ein graduelles Merkmal von Arbeitsprozessen ist. In diesem Sinne betrifft Digitalisierung immer bereits bestehende Arbeitsprozesse wie Kommunikation, Führung, Koordination und viele mehr. Digitalisierung ist ein starker Treiber für Veränderungen in existierenden sozio-technischen Zusammenhängen. Um Digitalisierung in ihrer Relevanz für das Arbeitssystem wissenschaftlich zu erforschen ist es unabdingbar die Wechselwirkungen zwischen technischen, organisationalen und personellen Faktoren als rekursiven zu verstehen und in diesem Sinne zu untersuchen.

Kontakt

Fachgruppe 1.4 "Strukturen und Strategien im Arbeitsschutz; NAK-Geschäftsstelle"

Service-Telefon: 0231 9071-2071 Fax: 0231 9071-2070