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Eine Längsschnittstudie zu den sozialen, psychischen und physiologischen Konsequenzen von Dauernachtarbeit und 12-Stunden-Schichten

Projektnummer: F 2409 Projektdurchführung: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) / ars serendi GbR Status: Laufendes Projekt Geplantes Ende: 30. April 2019

Projektbeschreibung:

Ziel des Forschungsvorhabens ist es, die kurz- und langfristigen sozialen, psychischen, physiologischen Folgen von Dauernachtarbeit und 12-Stunden-Schichten zu untersuchen. Diese Untersuchung soll im Rahmen einer Längsschnittstudie mit vier Messzeitpunkten über zwei Jahre in Unternehmen einer Branche mit vergleichbaren Arbeitsbedingungen und Erwerbstätigen mit ähnlichen Arbeitsaufgaben erfolgen.

Um einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu langen Schichtzeiten zu bekommen, wird eine Literaturrecherche und -analyse zu Schichtlänge (insbesondere 12-Stunden-Schichten) durchgeführt. Eine Übersichtsarbeit über Folgen von Dauernachtarbeit wird derzeit erstellt und steht als Grundlage für die Planung der geplanten Datenerhebung zur Verfügung.

Auf Grundlage der Erkenntnisse aus beiden Übersichtsarbeiten werden Variablen ausgewählt, um wichtige Indikatoren zur quer- und längsschnittlichen Messung von Belastungsfolgen von Dauernachtarbeit und 12-Stunden-Schichten zu erfassen. Die Auswahl der zu erhebenden Variablen und die Durchführung der Datenerhebung erfolgt in Kooperation mit dem Institut für Prävention und Arbeitsmedizin (IPA) und dem von der IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) beauftragten Personalmanagementunternehmen (Ars Serendi). Die Analysen der sozialen und psychischen Parameter erfolgen durch die Beteiligten der BAuA. Die Analysen der (psycho-)physiologischen Parameter werden in enger Kooperation mit dem IPA durchgeführt.

Für die Auswertung eines Großteils der Daten soll ein Matching-Verfahren genutzt werden, bei dem Schichtarbeiter in den interessierenden Schichtsystemen mit Personen einer Kontrollgruppe (Tagarbeit/Wechselschicht) verglichen werden, die vergleichbare soziodemographische Merkmale und Arbeitsbedingungen aufweisen. Die Ergebnisse sollen Aufschluss über spezifische Belastungskonstellationen bei Dauernacht und 12-Stunden-Schichten geben. Des Weiteren erfolgt unter Heranziehung der Erkenntnisse aus den ersten zwei Messzeitpunkten eine Machbarkeitsprüfung einer Vertiefungsstudie, in der spezifische Fragestellungen nachgegangen werden kann, die eine engmaschige Erhebung (z. B. über mehrere Tage hinweg) von Daten erfordern.
Die Analyseergebnisse aus dem aktuellen Forschungsprojekt tragen zu belastbaren Daten zu Zusammenhängen zwischen Dauernachtarbeit bzw. 12-Stunden-Schichten, einerseits, und Indikatoren psychischer und körperlicher Gesundheit sowie sozialer Integration, andererseits, bei. Darüber hinaus sollen die Ergebnisse neue Erkenntnisse zu Schichtarbeit im demographischen Wandel liefern. Die Erkenntnisse der Untersuchung werden im Rahmen von wissenschaftlichen Fachartikeln, Praxisbeiträgen und Präsentationen auf Fachveranstaltungen der Öffentlichkeit und der Wissenschaft zugänglich gemacht.

Kontakt

Fachgruppe 1.1 "Wandel der Arbeit"

Service-Telefon: 0231 9071-2071 Fax: 0231 9071-2070