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Bewertung optischer Messgeräte zur Bestimmung partikelförmiger Gefahrstoffe am Arbeitsplatz

Projektnummer: F 2405 Projektdurchführung: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) / Institut für Energie- und Umwelttechnik e.V. (IUTA) Status: Abgeschlossenes Projekt

Projektbeschreibung:

Der Ausschuss für Gefahrstoffe hat 2014 den Allgemeinen Staubgrenzwert für alveolengängigen Staub (A-Staub) am Arbeitsplatz auf 1,25 mg/m³ (für Stäube der Dichte 2,5 g/cm³) abgesenkt. Bei der Überwachung des neuen Arbeitsplatzgrenzwertes stößt die herkömmlich verwendete gravimetrische Methode, insbesondere im Hinblick auf Kurzzeitexpositionen, an ihre Grenzen. Damit rücken optisch arbeitende Messgeräte (Spektrometer und Photometer) in den Fokus für die Ermittlung der Exposition an Arbeitsplätzen. Diese Geräte messen das von Partikeln gestreute Licht und bestimmen daraus deren Anzahl- und/oder Massenkonzentration. Hierzu sind allerdings in der Kalibrierung etliche Annahmen bezüglich der Partikeleigenschaften nötig, die sich von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz unterscheiden können.

Das Ziel des Projektes, das vom Institut für Energie- und Umwelttechnik (IUTA) und dem Institut für Gefahrstoffforschung (IGF) bearbeitet wurde, war ein Vergleich verschiedener optischer Messtechniken und -geräte, sowohl unter reproduzierbaren Laborbedingungen als auch an unterschiedlichen Arbeitsplätzen. Neben den herkömmlichen optischen Messgeräten wurden auch kostengünstige Staubsensoren verwendet, die erst seit relativ kurzer Zeit erhältlich sind. Dabei wurden die optisch gemessenen A-Staub-Massenkonzentrationen mit denen eines gravimetrisch arbeitenden Staubmessgeräts, dem MPG II (Referenzverfahren), verglichen, um die generelle Eignung der Geräte zur Expositionsüberwachung einschätzen zu können.

Die Projektergebnisse zeigen, dass die untersuchten Geräte generell geeignet sind, um derartige Messungen durchzuführen, in fast allen Fällen aber eine arbeitsplatzabhängige Datenkorrektur erforderlich ist. Hierzu muss jeweils zumindest einmalig eine gravimetrische Bestimmung der Arbeitsplatzkonzentration durchgeführt werden. Mit einer derartigen Korrektur lassen sich Genauigkeiten von ±30% oder besser erreichen. Die Genauigkeit der kostengünstigen Sensoren ist niedriger. Für Messungen, die keine hohen Anforderungen an die absolute Genauigkeit erfordern lassen sich diese Sensoren allerdings gut einsetzen. Hierzu zählt z. B. ein kontinuierliches Monitoringsystem, bei dem die Detektion relativer Änderungen der A-Staub Konzentration wichtiger ist als die absolute Genauigkeit.

Kontakt

Fachgruppe 4.5 "Partikelförmige Gefahrstoffe, Innovative Materialien"

Service-Telefon: 0231 9071-2071 Fax: 0231 9071-2070

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