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Exposition von Beschäftigten in der Tierhaltung bei Antibiotika - Applikation mit Sprühverfahren

Projektnummer: F 2404 Projektdurchführung: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) Status: Abgeschlossenes Projekt

Projektbeschreibung:

Bei der Anwendung von Antibiotika im Sprühverfahren zur Behandlung der Mortellaro-Krankheit während der Klauenpflege bei Rindern können die Beschäftigten gegenüber diesen Antibiotika exponiert sein. Der Spray wird nur bei den Tieren eingesetzt, die Symptome aufweisen. Im Biomonitoring konnten die eingesetzten Antibiotika Chlortetracyclin (CTC) und Oxytetracyclin (OTC) im Urin nachgewiesen werden. Dafür wurde während einer gesamten Arbeitswoche täglich 24-Stunden-Sammelurin durch die Beschäftigten gewonnen und für die Analytik zur Verfügung gestellt.

Bei 83% der Klauenpfleger konnten die Antibiotika im Urin nachgewiesen werden, wobei 45% der Messwerte oberhalb der Bestimmungsgrenze lagen. Die höchsten Ausscheidungsmengen in 24 Stunden lagen bei 10 pg/24h und das 90-te Perzentil betrug 3 pg/24h. Der NOEL (no observed effect level) von 2000 pg/d für den empfindlichsten Endpunkt, die Selektion resistenter Enterobakterien, wird um mehrere Zehnerpotenzen unterschritten. Die minimalen Hemmkonzentrationen (MHK) von CTC und OTC zum Beispiel für E. Coli, P. Aeruginosa oder H. influenza lagen im ppm-Bereich und damit um Größenordnungen über den im Urin gefundenen Konzentrationen.

Kontakt

Fachgruppe 4.2 "Medizinischer Arbeitsschutz, Biomonitoring"

Service-Telefon: 0231 9071-2071 Fax: 0231 9071-2070