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Validierung von Schutzleitfäden für das Befüllen von Behältern mit Staub freisetzenden Feststoffen

Projektnummer: F 2403 Projektdurchführung: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) Status: Abgeschlossenes Projekt

Projektbeschreibung:

Bei der Abfüllung fester Stoffe in Behälter können gesundheitsschädigende Stäube freigesetzt und eingeatmet werden. Daher wurden in zehn Betrieben bei der Abfüllung fester Stoffe in verschiedene Behälter Messungen der alveolengängigen und der einatembaren Staubfraktion durchgeführt, um sowohl die Belastungen der Beschäftigten zu ermitteln als auch die Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen zu beurteilen. Für alle Stoffe wurde das Staubungsverhalten messtechnisch bestimmt.

Die Ergebnisse zeigen, dass zwischen manueller Abfüllung unter Verwendung technischer Hilfsmittel (z. B. einer Handschaufel) und der Abfüllung an einer stationären teil-/vollautomatisierten Anlage zu unterscheiden ist. Diese Tätigkeiten sind daher bei der Gefährdungsbeurteilung getrennt zu betrachten und zu beurteilen. Tätigkeitsbezogene, personengetragene Messungen beider Staubfraktionen waren gegenüber ortsfesten Messungen aussagekräftiger und sollten daher grundsätzlich bevorzugt werden.

Die Korrelation zwischen den Messwerten der alveolengängigen und der einatembaren Staubfraktion war für eine Potenzfunktion am stärksten, was für weitere Betrachtungen zur Umrechnung von Messwerten oder zur Ableitung von Grenzwerten beachtet werden sollte. Für stationäre Anlagen war dieser Zusammenhang deutlich stärker als bei manueller Abfüllung, wo das Individuelle Verhalten der Beschäftigten eher expositionsbestimmend ist.

Die Ergebnisse der Untersuchungen wurden in Form von Videoclips aufbereitet, die mit einem unterlegten Messsignal die Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen vergleichend zeigen.

Für die einatembare Staubfraktion war die Korrelation zwischen der Konzentration in der Arbeitsplatzluft und dem Staubwert deutlich stärker als bei der alveolengängigen Staubfraktion. Dies weist darauf hin, dass dieser Staubwert eines Stoffes als messbare Stoffeigenschaft zur Kategorisierung des Freisetzungspotentials fester Stoffe Im Rahmen des Einfachen Maßnahmenkonzeptes Gefahrstoffe (EMKG) anwendbar ist.

Weiterer Untersuchungsbedarf resultiert aus der in Form einer Exponentialfunktion gefundenen Korrelation für das Staubungsverhalten beider Staubfraktionen. Zur Klärung sind weitere Untersuchungen und deutlich größerer Datenkollektive erforderlich.

Kontakt

Fachgruppe 4.4 "Gefahrstoffmessungen"

Service-Telefon: 0231 9071-2071 Fax: 0231 9071-2070

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