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Physische Beanspruchung und Funktionsfähigkeit: Eignung der Norwegian Function Assessment Scale (NFAS) auf Basis der "Studie zur mentalen Gesundheit bei der Arbeit (S-MGA)"

Projektnummer: F 2387 Projektdurchführung: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) Status: Abgeschlossenes Projekt

Projektbeschreibung:

Das Interesse an Skalen zur Bewertung der Funktionsfähigkeit für die Arbeitswelt nimmt zu. Die Norwegian Function Assessment Scale Scale (NFAS) ist ein auf der International Classification of Functioning (ICF) basierendes Verfahren, das Schwierigkeiten mit der Ausführung von 39 Alltagstätigkeiten innerhalb der letzten Woche auf einer 5-stufigen Skala abfragt (1 = "keine Schwierigkeiten" bis 5 = "ich konnte es nicht ausführen"; Zeitbedarf ca. 5 Minuten). Innerhalb der "Studie zur Mentalen Gesundheit bei der Arbeit (S-MGA)" wurde das Instrument erstmalig deutschsprachig eingesetzt.

Die ausgewertete Stichprobe umfasste 3.937 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Deutschland. Etwa ein Drittel der Arbeitnehmer wiesen keinerlei Funktionseinschränkung auf. Die Regressionsanalyse bestätigte mehr funktionale Schwierigkeiten für ältere Arbeitnehmer, Frauen, Arbeitnehmer mit geringem Bildungsgrad sowie für behinderte Arbeitnehmer und Arbeitnehmer, die Unfälle erlitten. Die Skalen "Gehen/Stehen" und "Management" bildeten die stärksten Schwierigkeiten der Arbeitnehmer ab, analog zu Teilnehmern der norwegischen Allgemeinbevölkerung.

Da die Funktionsfähigkeitsskala NFAS primär für die Allgemeinbevölkerung entwickelt wurde, enthält die Skala mehrere für Arbeitnehmer uninformative Items, die die Variabilität eines aus den Items berechneten Scores verringern. Die NFAS wurde anhand von vier Kriterien reduziert und eine Version mit 23 Items erhalten (NFAS-23). Bei hoher interner Konsistenz (Cronbachs alpha 0,757 bis 0,940) und faktorieller Validität (Reduktion auf 5 Faktoren) erhöhte sich der aufgeklärte Varianzanteil von 53,8 % auf 54,7 %.

Die Studie zeigt Referenzwerte für eine repräsentative Erwerbstätigenstichprobe, gemessen mittels NFAS. Die verkürzte Variante NFAS-23 liegt näher an den Erfordernissen des Berufslebens. Die interne Konsistenz der Subskalen wird durch die Reduktion des Fragebogens nicht beeinträchtigt. Die fünf Faktoren des neuen, arbeitsrelevanten Fragebogens NFAS-23 korrespondieren gut mit den Subskalen. Die Faktorstruktur hat sich in Bezug auf eine Erwerbstätigenpopulation deutlich verbessert. Die deutschsprachigen Versionen von NFAS und NFAS-23 werden in laufenden Projekten externer Forschungsinstitute eingesetzt.

Kontakt

Fachgruppe 3.1 "Prävention arbeitsbedingter Erkrankungen"

Service-Telefon: 0231 9071-2071 Fax: 0231 9071-2070