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Arbeitszeitberichterstattung für Deutschland

Projektnummer: F 2360 Projektdurchführung: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) / infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH Status: Laufendes Projekt Geplantes Ende: 31. Dezember 2021

Projektbeschreibung:

Ziel des Projekts „Arbeitszeitberichterstattung für Deutschland“ war es, eine solide Datenbasis für eine repräsentative Berichterstattung zu Arbeitszeit und Gesundheit zu schaffen. Analysen basierend auf diesen Daten sollen Erkenntnisse für aktuelle Fragestellungen in Wissenschaft, Politik und Praxis, insbesondere zur Arbeitszeitrealität verschiedener Beschäftigtengruppen und zur Rolle der Arbeitszeitgestaltung für die Gesundheit liefern. Die Fortführung der BAuA-Arbeitszeitberichterstattung erfolgt aktuell im Projekt F 2452.

Die erste Erhebungswelle der BAuA-Arbeitszeitbefragung wurde 2015 im Rahmen des Projekts „Arbeitszeitberichterstattung für Deutschland“ durchgeführt. Insgesamt wurden 20.000 Erwerbstätige in Deutschland, die mindestens zehn Stunden in der Woche entgeltlich arbeiten, anhand etwa halbstündiger computerunterstützter Telefoninterviews befragt. Unter anderem gaben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Auskunft zu ihrer Erwerbssituation, Aspekten der Arbeitszeit, anderen physischen und psychischen Arbeitsbedingungen und ihrer Gesundheit und ihrem Wohlbefinden. Insbesondere wurde auch eine Großzahl der im Rahmen des Projekts F 2353 „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt – Wissenschaftliche Standortbestimmung“ identifizierten Arbeitsbedingungsfaktoren mit abgebildet, um Aussagen zu ihrer aktuellen Verbreitung und Verteilung machen zu können. Der Schwerpunkt der Interviews lag jedoch auf der Länge, Lage und Flexibilität von Arbeitszeit. In die Entwicklung des Befragungsinstruments wurden nationale und internationale Arbeitszeitexperten einbezogen. So sollte sichergestellt werden, dass relevante Fragebereiche für den Bericht über das Arbeitszeitgeschehen in Deutschland abgedeckt und einschlägige Messverfahren eingesetzt werden. Dieses Vorgehen sollte eine Nutzung der Daten sowohl im Rahmen der Politikberatung als auch für wissenschaftliche Analysen verschiedener Fachdisziplinen ermöglichen. Der Methodenbericht zur ersten Welle der BAuA-Arbeitszeitbefragung wurde im Jahr 2016 veröffentlicht. Der Scientific Use File steht der wissenschaftlichen Community seit 2019 zur Verfügung.

Um eine längerfristige Arbeitszeitberichterstattung zu ermöglichen, wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der ersten Welle der BAuA-Arbeitszeitbefragung im Jahr 2015 gefragt, ob sie auch für etwaige Folgebefragungen zur Verfügung stehen würden. Tatsächlich wurden bis heute im Rahmen von zwei Folgeprojekten (F 2398 und F 2452) zwei weitere Wellen der BAuA-Arbeitszeitbefragung in zweijährigem Abstand durchgeführt (2017 und 2019).

Die Daten der ersten Welle der BAuA-Arbeitszeitbefragung nutzte die BAuA in einem strategischen Verwertungsprozess sowohl für politikberatungs- und transferorientierte Publikationen als auch für wissenschaftlich ausgelegte Publikationen im Rahmen des abgeschlossenen Projekts F2398. Beispielsweise wurde 2016 der BAuA-Arbeitszeitreport veröffentlicht. Diese Aktivitäten werden im laufenden Projekt F 2452 fortgesetzt.

Im Rahmen des laufenden Projekts F 2360 sind Panelpflegemaßnahmen für mehrere Jahre vorgesehen. So erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die ihre Anschrift mitteilen, jeweils am Anfang eines Jahres einen Neujahrsgruß mit aktuellen Informationen aus dem Projekt. Anschließend werden die Adressdaten in einem mehrstufigen Prozess aktualisiert.

Die Projektergebnisse bieten Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Arbeitsschutz eine aussagekräftige Grundlage für die Gestaltung wirksamer, menschengerechter Arbeitszeitmodelle. Die erhobenen Daten können zukünftiger Forschung in diesem Bereich als Basis für weitere Erkenntnisse dienen.

Kontakt

Fachbereich 1 "Grundsatzfragen und Programme"

Service-Telefon: 0231 9071-2071 Fax: 0231 9071-2070

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