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Pilotprojekt zur Erfassung der Antibiotikaexposition von Beschäftigten in der Tierhaltung mit Biomonitoringmethoden

Projektnummer: F 2344 Projektdurchführung: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) Status: Abgeschlossenes Projekt

Projektbeschreibung:

Im Rahmen des Projektes wurde geprüft, ob Biomonitoring im Urin eine geeignete Methode ist, um die Exposition von Beschäftigten in der Tierhaltung beim Einsatz von Antibiotika zu charakterisieren. Dazu wurde ein Analysenverfahren entwickelt und validiert und im Rahmen einer Feldstudie in Hühnermastbetrieben eingesetzt. Die mit dem Tränkwasser verabreichten Antibiotika bzw. deren Metaboliten konnten im Urin der Beschäftigten nachgewiesen werden. Die maximalen im Urin gemessenen Antibiotika-Konzentrationen erreichten zum Teil Werte, die die akzeptabel tägliche Aufnahme (ADI) zum Schutz vor Sensibilisierung (z.B. Penicilline) überschritten oder die oberhalb der maximalen Hemmkonzentration (MHK) für einzelne Bakterienspezies z.B. E. Coli lagen und damit die Entwicklung antiblotika-resistenter Bakterienpopulationen begünstigen. Die Auswertung der Biomonitoring-Ergebnisse im Zusammenhang mit der gemessenen Luftbelastung zeigte, dass die Aufnahme der Antibiotika nicht nur über die Atemwege erfolgte, sondern auch über die Haut und durch Verschlucken. Zur besseren Einschätzung möglicher Gesundheitseffekte und des Beitrages der verschiedenen Aufnahmewege an der systemischen Belastung sind weitere wissenschaftliche Untersuchungen erforderlich.

Kontakt

Fachgruppe 4.2 "Medizinischer Arbeitsschutz, Biomonitoring"

Service-Telefon: 0231 9071-2071 Fax: 0231 9071-2070