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Berufsspezifisches Risiko für das Auftreten von Arbeitsunfähigkeit durch Muskel-Skelett-Erkrankungen und Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems - Bestimmung von Berufen mit hoher Relevanz für die Prävention

Projektnummer: F 2255 Projektdurchführung: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) Status: Abgeschlossenes Projekt

Projektbeschreibung:

Zielgerichtete Prävention erfordert Kenntnisse über das berufsspezifische Arbeitsunfähigkeitsgeschehen. Es ist bekannt, dass degenerative Muskel-Skelett-Erkrankungen und einige Herz-Kreislauf-Erkrankungen in bestimmten Berufen überdurchschnittlich häufig auftreten. Unklar ist, ob und in welchem Ausmaß bei dem gegenwärtigen Wandel der Arbeitsbedingungen diese Erkrankungen auch heute in entsprechend belasteten Berufen häufiger zu finden sind. Aktuelle Statistiken der gesetzlichen Krankenkassen zur Arbeitsunfähigkeit (AU) mit direktem Bezug auf das Risiko des Auftretens von spezifischen Muskel-Skelett-Erkrankungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in einzelnen Berufen liegen für Deutschland nicht vor.

Primäre Zielsetzung des Projektes ist es, für arbeitsassoziierte degenerative Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems (ICD 10 Kapitel XIII) sowie für Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems (ICD 10 Kapitel IX) eine detaillierte Auswertung der AU-Daten sowohl nach Einzeldiagnosen und auch nach unterschiedlichen Einzelberufen (dreistellig nach BMAS-Kodierung) durchzuführen und berufstypische Erkrankungsmuster aufzudecken. Methodisch ist die Studie eine Sekundärdatenanalyse. Es werden von gesetzlichen Krankenkassen retrospektiv für ein Jahr jeweils in aggregierter Form die Arbeitsunfähigkeitsfälle und -tage für Muskel-Skelett-Erkrankungen mit Schichtung nach Beruf (3-stellige Codierung), Alter (5 Altersklassen zwischen 15 und 65 Jahren) sowie Geschlecht angefordert. Berechnet wird das altersstandardisierte relative Risiko für das Auftreten von AU-Fällen und -Tagen in allen Einzelberufen. Das Projekt geht von der Hypothese aus, dass statistisch relevante Unterschieden in Einzelberufe im Vergleich zur gesamten erwerbstätigen Bevölkerung im altersstandardisierten relativen Risiko für Auftreten von Arbeitsunfähigkeit (nach Fällen und Dauer) aufgrund von Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems bzw. der Kreislaufsystems bestehen.

Weitere Zielsetzungen sind:

  • der Nachweis von typischen Erkrankungsspektrum in Einzelberufen
  • die Darstellung des Altersverlaufs für Einzelerkrankungen
  • die Darstellung der Geschlechtsspezifität für Einzelerkrankungen
  • detaillierte Aussagen zur Häufigkeit von AU-Fällen und -Tagen durch einzelne Muskel-Skelett-Erkrankungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen allgemein (häufig bis sehr selten)

Das Projekt hat vorrangig deskriptiven Charakter. Die Ergebnisse werden für Bestimmung von Berufen mit hohem Präventionspotential für detaillierte Studien benutzt. Das hohe Präventionspotential leitet sich dabei aus der Größe der betroffenen Berufsgruppe und dem Risiko für Arbeitsunfähigkeit durch Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ab.

Publikationen

Kontakt

Fachgruppe 3.1 "Prävention arbeitsbedingter Erkrankungen"

Service-Telefon: 0231 9071-2071 Fax: 0231 9071-2070