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Untersuchung der ergonomischen Eigenschaften neuentwickelter Schutzkleidung für Hilfsorganisationen

Projektnummer: F 2202 Projektdurchführung: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) Status: Abgeschlossenes Projekt

Projektbeschreibung:

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) beteiligt sich mit dem Projekt F 2202 am BMBF-Förderschwerpunkt "Integrierte Schutzsysteme für Rettungs- und Sicherheitskräfte". Aufgabe der Fachgruppen ist die Durchführung grundlegender Untersuchungen zur Ergonomie und Gebrauchstauglichkeit einer neuen Schutzkleidung. Die wissenschaftlichen Untersuchungen finden im Rahmen eines Verbundprojektes statt, dessen Ziel darin besteht, eine neue Generation von Schutzkleidung für Rettungskräfte zu entwickeln. Die neue Schutzkleidung soll benutzerfreundlich, leicht und atmungsaktiv sein, über Filtereigenschaften verfügen und den Nutzer zukünftig noch besser schützen und unterstützen.

In Simulationsversuchen im Labor werden vergleichende Funktionstests der alten wie der neuen Produktgeneration in Form von Probandenversuchen zum Zwecke der ergonomischen Evaluation durchgeführt. Zur Entwicklung einer innovativen ergonomischen Gestaltung des Schutzanzuges sollen auf der Grundlage adäquater Messreihen vergleichende Daten erhoben werden, die unter anderem Aufschluss über Wärme- und Feuchtedurchgang geben. Weiterhin werden verschiedene Vitalparameter (Herzschlagfrequenz, Leistungs-, Klimaparameter, Körperkern- und Hauttemperatur, Zwischenschichtenfeuchte) erfasst.

Das Versuchsdesign beinhaltet einen Querschnittsvergleich mit unterschiedlichen Alters- und Körpergewichtklassen bei drei Typen von Schutzanzügen, verschiedenen Klimaten und unterschiedlichen Laufbandergometer-Leistungsstufen. Weiterhin werden Untersuchungen zur Gebrauchstauglichkeit durchgeführt, die Bewegungsbereiche der Extremitäten wie Reichweiten, Greifweiten, -winkel und Sichtfelder beinhalten. Mit einem neu entwickelten Kompendium zur Beurteilung der ergonomischen Qualität von Produkten werden die zu beurteilenden Schutzanzüge auf die Erfüllung der ergonomischen Anforderungen geprüft.

Details zum Verbundprojekt SAFE - Semipermeable Anzüge für Einsatzkräfte

Leistungsgesteigerte permeable Schutzkleidung durch neue Adsorbentien und Sensoren für Vitalparameter

Motivation: Rettungskräfte von Feuerwehr und Katastrophenschutz werden im Rahmen ihrer Aufgaben unbekannten Gefahren beispielsweise durch Hitze, eine mit Schadstoffen belastete Atmosphäre und mechanische Einwirkungen ausgesetzt. Die Einsatzkräfte sind zu ihrer eigenen Sicherheit sowie für eine maximale Einsatzfähigkeit mit einer optimalen Ausrüstung auszustatten, die passiv und aktiv vor den oben genannten Gefahren schützen soll.

Projektbeschreibung und Ziele: Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung einer neuen Schutzkleidung für Einsatzkräfte, die die wesentlichen Elemente einer optimalen Schutzausrüstung vereinigt: Aufbauend auf ein optimiertes Adsorbermaterial, das eine große Bandbreite an relevanten Schadstoffen bindet, soll ein Schutzanzug mit hohem Tragekomfort konzipiert werden, in den Sensoren für Vital- wie auch Ortsparameter der Einsatzkraft und für Umweltgrößen integriert sind. Die Einbindung der Einsatzkräfte in ein Kommunikationsnetzwerk soll die Übermittlung der Sensordaten an die Einsatzleitung ermöglichen. Diese Vernetzung erlaubt eine schnelle Reaktion auf möglicherweise lebensbedrohliche Situationen.

Innovationen und Anwendungen: Die neuen Schutzanzüge mit integrierter Adsorberschicht sollen bequem, atmungsaktiv und waschbar sein, so dass die Schutzwirkung, Einsatzfähigkeit und Lebenszeit der Anzüge deutlich erhöht werden. Die Erfassung von Parametern während des Einsatzes ermöglicht die gezielte Steuerung, Ortung und Überwachung der Einsatzkräfte, um bei kritischen Situationen schnell eingreifen und damit eine Gefährdung der Einsatzkräfte deutlich minimieren zu können.

Projektpartner:

  • ATS Elektronik GmbH, Wunstorf: Sensoren und Telemetrie
  • Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Bonn: Funktionstests Adsorberlaminat, TIC-Liste
  • Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), Dortmund: Ergonomie des Schutzanzuges
  • Freudenberg Forschungsdienste KG, Weinheim: Verbundkoordination und Funktionalisierung von Stoffen mit Adsorbentien, Filterlaminat
  • Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg: Adsorbentienentwicklung auf Silicabasis
  • Kärcher Futuretech GmbH, Winnenden: Systemintegration, Konfektionierung
  • Landesfeuerwehrschule Hamburg: Funktionstests Schutzanzug, Feldversuche
  • Wehrwissenschaftliches Institut für Schutztechnologien - ABC-Schutz (WIS), Munster: Funktionstests Adsorberlaminat, Kampfstoffe

Kontakt

Fachbereich 2 "Produkte und Arbeitssysteme"

Service-Telefon: 0231 9071-2071 Fax: 0231 9071-2070