Navigation und Service

HinweisCookies

Diese Webseite verwendet Cookies. Das ermöglicht es uns, die Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend zu verbessern. Hier erfahren Sie mehr zum Datenschutz und Möglichkeiten zum Widerspruch.

OK

Dispersion und Retention von Ultrafeinstaub/Nanopartikeln in der Lunge

Projektnummer: F 2133 Projektdurchführung: Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e. V. Status: Abgeschlossenes Projekt

Projektbeschreibung:

An vielen Arbeitsplätzen (z. B. Bauindustrie, Metallindustrie) besteht eine Belastung mit Stäuben, deren gesundheitsschädigende Wirkung seit längerem national und international diskutiert wird. Die 2001 verabschiedeten Allgemeinen Staubgrenzwerte gelten nicht für ultrafeine Partikel (<100 nm), da Daten vorliegen, die eine deutlich stärkere gesundheitsschädigende Wirkung dieser Partikel zeigen. Ultrafeine Partikel entstehen insbesondere bei thermischen Prozessen (z. B. Schweißen, Verbrennung). Sie bilden häufig größere Agglomerate oder Aggregate, die sich aus ultrafeinen Primärpartikeln zusammensetzen. Es ist nicht bekannt, ob nach dem Einatmen der Agglomerate/Aggregate diese in Primärpartikeln zerfallen oder nicht. Dies ist insofern von Bedeutung, da die Hypothese aufgestellt wurde, dass die Partikelgröße die zelluläre Aufnahme (Makrophagen, Epithelien) und somit möglicherweise die Art der Schädigung mit beeinflusst. Weiterhin kann vermutet werden, dass das Verhalten der Agglomerate/Aggregate im Respirationstrakt von Entstehungsbedingungen (hohe/niedrige Temperatur, Konzentration) und physikalisch-chemische Eigenschaften (hydrophob/hydrophil) abhängt. Zunächst sollte kurz die Literatur zu diesem Thema zusammengefasst werden, um darauf aufbauend experimentelle Untersuchungen durchzuführen. In geeigneten Systemen (in-vitro, in-vivo) soll geprüft werden, ob die aus Primärpartikeln zusammengesetzten Agglomerate/Aggregate verschiedenartiger Stäube im physiologischen Milieu der Lunge Primärpartikel freisetzen und welche Zelltypen welche Partikel bevorzugt aufnehmen. Beispielhaft sollte außerdem bestimmt werden, ob und in welchem Maße die Partikel systemisch verfügbar werden.

Kontakt

Fachgruppe 4.3 "Toxikologie"

Service-Telefon: 0231 9071-2071 Fax: 0231 9071-2070