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Stoffbelastungen bei expositionsintensiven Tätigkeiten - Teil 4: Belastungen der Mitarbeiter von Servicefirmen bei Reinigungs-, Wartungs- und Reparaturarbeiten

Projektnummer: F 2044 Projektdurchführung: bregau mai GmbH - Messstelle im Arbeits- und Immissionsschutz Status: Abgeschlossenes Projekt

Projektbeschreibung:

Im Rahmen der Altstoffverordnung (793/93 EWG) und des Chemikaliengesetzes ist eine Beurteilung der gesundheitlichen Risiken und der zu erwartenden Belastungen der Arbeitnehmer beim Umgang mit alten bzw. neuen Stoffen durchzuführen. In der Risikobewertung werden alle Expositionsszenarien für den Umgang mit diesen Stoffen beurteilt. Expositionsintensive Tätigkeiten sind insbesondere bei Reinigungs-, Wartungs- und Reparaturarbeiten an den Industrieanlagen zu erwarten. Hierzu wird das üblicherweise geschlossene System in der Regel geöffnet. Die im Rahmen der Altstoffverordnung übermittelten firmenspezifischen Daten lassen für diese Tätigkeiten zur Zeit kaum detaillierte Aussagen zu, da im Allgemeinen alle Daten dem Produktionsbereich zugeordnet werden. Beschäftigte sind während dieser Tätigkeiten Belastungen ausgesetzt, die durch die in den Systemen befindlichen Ausgangsstoffe, Zwischenprodukte, Endprodukte und Hilfsstoffe entstehen. Weitere Belastungsmöglichkeiten bestehen durch gezielt für die Reinigung und Instandhaltung eingesetzte Stoffe und Zubereitungen. Im Forschungsprojekt F 1314 "Stoffbelastungen bei expositionsintensiven Tätigkeiten - Teil 3: Reinigung und Instandhaltung von Industrieanlagen" wurde festgestellt, dass die Beschäftigten bei Reinigungs-, Wartungs- und Reparaturarbeiten (RWR-Arbeiten) höheren Belastungen ausgesetzt sind als dies während des üblichen Produktionsprozesses der Fall ist. Im Rahmen dieses Projektes wurde beobachtet, dass RWR-Arbeiten häufig durch Servicefirmen durchgeführt werden, die an ständig wechselnden Einsatzorten tätig sind. Die Beschäftigten sind somit tagtäglich und an wechselnden Einsatzorten mit derartigen Arbeiten betraut. Damit verbunden sind auch ständig wechselnde Einsatzbedingungen, welche die Förderung einer gesundheitsgerechten und sicheren Gestaltung des Arbeitsplatzes erschweren.

In diesem Forschungsprojekt sollen der Stand der Sicherheitstechnik und die von den Servicefirmen eingesetzten Verfahren beschrieben werden. Bereits durchgeführte Untersuchungen, z. B. zu Reinigungsarbeiten, lassen vermuten, dass für solche Tätigkeiten oft geringfügig oder Teilzeitbeschäftigte eingesetzt werden. Die Tätigkeiten werden durch einen hohen Zeitdruck, körperliche Schwere der Arbeit, einseitige Dauerbelastung und Belastung durch Gefahrstoffe charakterisiert (Schriftenreihe der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Forschung Fb 713, Dortmund, 1995). Es sollen daher die Beschäftigtenkollektive und die Struktur derartiger Servicefirmen, die RWR-Arbeiten als Auftragnehmer ausführen, näher beschrieben werden. Darin eingeschlossen sind auch Aussagen zu den Kriterien der Auftragsvergabe bei RWR-Arbeiten zu treffen. Zur Beschreibung der Belastungen durch Gefahrstoffe sind Arbeitsplatzmessungen durchzuführen. Die Erhebungen sind in einer ausreichenden Anzahl von Betrieben durchzuführen, so dass die verwendeten Technologien erfasst werden. Mindestens 3 Servicefirmen, die RWR-Arbeiten bei jeweils etwa 5 Auftraggebern aus der Industrie durchführen, sind in Abstimmung mit dem Auftraggeber für die Arbeitsplatzmessungen auszuwählen. Mit den Arbeitsplatzmessungen soll eine repräsentative Ermittlung und Bewertung der Belastungen der betroffenen Arbeitnehmer erreicht werden. Basierend auf den Ergebnissen der Untersuchungen sollen Maßnahmen zur Verringerung der Belastungen von Arbeitnehmern bei RWR-Arbeiten vorgeschlagen werden, z. B. Vorschläge für verfahrens- und stoffspezifische Kriterien, Checklisten, die eine Einhaltung von Schutzmaßnahmen insbesondere in KMU vereinfachen, oder ähnliches.

Kontakt

Fachgruppe 4.4 "Gefahrstoffmessungen"

Service-Telefon: 0231 9071-2071 Fax: 0231 9071-2070