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Prävention von digitalem Stress in der Praxis

Erkenntnisse aus drei Fallstudien in kleineren und mittleren Unternehmen (KMU)

Die schnell voranschreitende Digitalisierung des Arbeitslebens und die damit verbundene Einführung von digitalen Technologien und Medien bringt viele Chancen mit sich. So bietet die digitale Transformation Unternehmen neue Möglichkeiten der Wertschöpfung durch innovative Geschäftsmodelle und die Erschließung von Potenzialen im heutigen Informationszeitalter. Produkte und Services können beispielsweise in kürzerer Zeit und mit höherer Qualität angeboten werden. Digitale Technologien bereichern und erleichtern dementsprechend unseren Alltag.

Für Erwerbstätige ist der intensive Einsatz digitaler Technologien und Medien jedoch als ambivalent zu bewerten. So birgt die Digitalisierung neben diversen Chancen als Arbeitsassistenzen auch substanzielle Risiken und Nachteile durch umfangreiche Änderungen im Belastungs- und Beanspruchungsprofil von Erwerbstätigen. Eine potenzielle Folge: digitaler Stress. Die intensivere Nutzung digitaler Technologien und Medien geht mit erhöhten Anforderungen einher. Diese sind Teil der Belastung, die im Kontext der Arbeit von außen auf Beschäftigte einwirken. Als unmittelbare Auswirkung führt diese beim Menschen, abhängig von dessen aktuellem Zustand, zu psychischer Beanspruchung. Diese kann grundsätzlich positive wie negative Folgen haben. Arbeitet sich jemand beispielsweise in eine neue Software ein, so kann als kurzfristige positive Beanspruchungsfolge ein Lerneffekt entstehen und längerfristig ein Kompetenzaufbau für die Nutzung der Software stattfinden. Schätzt hingegen eine Person ihre individuellen und situativen Ressourcen im Vergleich zur Belastung als zu niedrig ein, kann als negative Beanspruchungsfolge eine Stressreaktion resultieren (DIN EN ISO 10075-1:2018-01). Liegt der Ursprung für eine solche Stressreaktion überwiegend in den Belastungsfaktoren digitaler Arbeit (also der im Zuge des Nutzens von informations- und kommunikationstechnischen Arbeitsmitteln auftretenden spezifischen Komponenten der psychischen Belastung), wird dies im Weiteren als digitaler Stress bezeichnet.

Im Rahmen dieser Broschüre werden die Ergebnisse von drei Fallstudien aus der Praxis vorgestellt, die einen Einblick bieten, wie Prävention von digitalem Stress in Unternehmen ausgestaltet werden kann und wie wirksam diese Maßnahmen sind.

Bibliografische Angaben

H. Gimpel, J. Lanzl, K. Osberghaus, C. Regal, R. Schäfer, S. Wischniewski, P. Tegtmeier, M. Certa, T. M. Kühlmann, J. Becker, N. D. Derra, S. Rath, R. Scheibe:
Prävention von digitalem Stress in der Praxis. Erkenntnisse aus drei Fallstudien in kleineren und mittleren Unternehmen (KMU)
Augsburg: Projektgruppe Wirtschaftsinformatik des Fraunhofer FIT 2021. Seiten 50, Projektnummer: F 2424, DOI: 10.24406/FIT-N-638316

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Forschungs­projekte

ProjektnummerF 2424 StatusAbgeschlossenes Projekt Prävention für sicheres und gesundes Arbeiten mit digitalen Technologien (PräDiTec)

Zur Projektbeschreibung : Prävention für sicheres und gesundes Arbeiten mit digitalen Technologien (PräDiTec) …

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