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Gutachten zum Einsatz von Sekundärdaten für die Forschung zu Arbeit und Gesundheit

Die wissenschaftliche Nutzung von Sekundärdaten, und hier besonders der Sozialdaten, hat sich in den letzten zwanzig Jahren als wichtiger Zweig der Epidemiologie und Versorgungsforschung etabliert. Die Nutzung von Sekundärdaten im Kontext arbeitsepidemiologischer Studien ist dagegen weniger intensiv als etwa bei diagnose-spezifischen oder gesundheitsökonomischen Analysen.

Aufbauend auf vielfältigen Vorarbeiten zur allgemeinen Nutzbarkeit von Sekundärdaten liegt der Schwerpunkt dieses Gutachtens auf Tätigkeitsfelder und Forschungsgebiete im Kontext von Arbeit und Gesundheit. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Datenlinkage von Primär- und Sekundärdaten. Im Einzelnen werden im ersten Teil des Gutachtens Struktur und Inhalte potenziell wissenschaftlich nutzbarer Sekundärdaten skizziert, die rechtlichen Voraussetzungen des Zugangs erläutert und methodische Standards der Sekundärdatenanalyse dargestellt.

Im anwendungsbezogenen zweiten Teil des Gutachtens folgen spezifische Ausführungen zu künftigen Nutzungsmöglichkeiten von Sekundärdaten im Kontext von Arbeit und Erwerbstätigkeit. Anhand aktueller (arbeits-)epidemiologischer Studien wird erörtert, inwieweit durch ergänzende Nutzung von Sekundärdaten ein Zugewinn für diese Studien möglich ist. Eine Checkliste für die Planung und Durchführung einer Sekundärdatenanalyse enthält Empfehlungen für zukünftige Studien mit ausschließlicher oder kombinierter Nutzung von Sekundärdaten. Im Ausblick auf zukünftige Nutzungsoptionen für Sekundärdaten werden die Potenziale und Chancen für einen kassenübergreifenden Datenkörper für die Prozessdaten der gesetzlichen Krankenversicherung erörtert.

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass inzwischen die Nutzung von Sekundärdaten kein grundsätzliches methodisches und rechtliches Problem mehr darstellt. Entscheidend bei der Planung und Durchführung von Sekundärdatenanalysen ist dagegen die Beachtung der Rahmenbedingungen und der dafür benötigten Ressourcen. Die Darstellung von Potenzialen, Limitationen und Voraussetzungen für ein Datenlinkage lässt erkennen, dass der Aufwand für ein individuelles Datenlinkage erheblich ist und daher besonders gegenüber dem damit zu erwartenden zusätzlichen Erkenntnisgewinn abgewogen werden muss.

Bibliografische Angaben

E. Swart, C. Stallmann, M. Schimmelpfennig, A. Feißel, S. March:
Gutachten zum Einsatz von Sekundärdaten für die Forschung zu Arbeit und Gesundheit. 
1. Auflage. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2018. Seiten 80, PDF-Datei, DOI: 10.21934/baua:bericht20180112

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