Navigation und Service

Effectiveness of personal protective equipment against dermal exposure - a comparative survey

Die Schutzwirkung dermaler Schutzausrüstung kann von einer Reihe verschiedener Faktoren, wie z. B. Material und Dicke der Schutzausrüstung oder Anwenderverhalten, abhängen. Im vorliegenden Projekt wurden Studien zur Wirksamkeit dermaler Schutzausrüstung recherchiert, in einer Datenbank zusammengestellt und ausgewertet, um - soweit möglich - den Einfluss dieser Faktoren zu untersuchen und an gängigen Standardfaktoren zur Wirksamkeit zu spiegeln. Die Literaturrecherche ergab insgesamt 410 Datensätze mit Angaben zur Effizienz der Schutzausrüstung, wobei nur 13 Datensätze aus Biomonitoring-Studien und 397 Datensätze aus Dosimetrie-Studien stammen. Innerhalb der Dosimetrie-Studien lagen die meisten Datensätze für Schutzhandschuhe (N=142) und Schutzanzüge (N=150) vor. Nach Einengung auf Datensätze mit Minimalangaben zur Schutzausrüstung ergaben sich mittlere Schutzfaktoren von 88 % (Schutzhandschuhe) und 90 % (Schutzanzüge). Die Verteilungen für diese beiden Arten von Schutzausrüstung legen nahe, dass ein Großteil der Werte über den berechneten mittleren Wirksamkeiten liegt. Für alle anderen Arten von Schutzausrüstung lagen weniger als 10 Datensätze vor. Es wurde keine standardisierte Methodik zur Bestimmung der Effizienz mit Hilfe von Dosimetrie identifiziert. Gleichzeitig gibt es nur wenige Publikationen, die den Einfluss der Messmethode oder des Studiendesigns untersuchen.

Verschiedene weitere Differenzierungen, beispielsweise nach Länge der Schutzhandschuhe und Zustand (alt vs. neu), wurden untersucht. Genauere Schlüsse über den Einfluss dieser Faktoren aus einem Vergleich von Gruppen innerhalb der Datenbank waren nicht möglich. Ergänzende Informationen konnten jedoch aus manchen Einzelstudien extrahiert werden.

Neben den in der Datenbank erfassten Studien, die die Situation an Arbeitsplätzen widerspiegeln, wurden sowohl in vitro Untersuchungen als auch für die Modellentwicklung generierte experimentelle Daten ausgewertet. Während die Auswertung der in vitro Studien keine verallgemeinere Aussagen lieferten, lassen die experimentellen Daten für Schutzkleidung generelle Einflussfaktoren für die Wirksamkeit (beispielsweise Dicke der Schutzkleidung, aber auch Oberflächenspannung des getesteten Gemisches) erkennen.

Zusammenfassend liefern die Auswertungen ein umfassendes Bild über Untersuchungen zur Effizienz dermaler Schutzausrüstung. Aufgrund der beschriebenen Probleme lassen sich die gängigen Standardfaktoren für die Wirksamkeit dermaler Schutzausrüstung mit den erhobenen Daten weder verlässlich belegen noch widerlegen. Die bei der Auswertung identifizierten Probleme, beispielsweise in Studiendesign und -durchführung, können als Grundlage für zukünftige Forschungsprojekte dienen.

Bibliografische Angaben

J. Oltmanns, E. Kaiser, K. Heine, K. Schneider, S. Hesse, St. Hahn:
Effectiveness of personal protective equipment against dermal exposure - a comparative survey. 
1. Auflage. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2016. Seiten 199, PDF-Datei, DOI: 10.21934/baua:bericht20161101

Artikel "Effectiveness of personal protective equipment against dermal exposure - a comparative survey" Herunterladen (PDF, 3MB, Datei ist nicht barrierefrei)