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Research on the Cost of Illness for specific occupational diseases caused by isocyanates

Die Studie analysierte die Krankheitskosten isocyanatbedingter Lungen- und Hauterkrankungen.

Zunächst wurde eine umfassende systematische Literaturrecherche in ausgewählten Datenbanken des Deutschen Institutes für medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) sowie in der OSH Reference Datenbank durchgeführt, um Artikel zu identifizieren, die sowohl Krankheitskosten, als auch Indikatoren zur Schwere oder Dauer der berufsbedingten Lungen- und Hauterkrankungen beinhalten. Für alle einbezogenen Krankheitskostenstudien wurde anschließend eine Qualitätsbewertung durchgeführt. In einem zweiten Schritt wurden isocyanatebedingte Krankheitskosten auf Basis von Daten der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) berechnet. Dafür wurden aggregierte Daten aus den Jahren 2004-2013 zur Inanspruchnahme von Leistungen für medizinische Heilbehandlungen, zur Teilhabe am Arbeitsleben sowie Rentenzahlungen verursacht durch isocyanatebedingte Berufskrankheiten ausgewertet. In einem dritten Schritt wurden die Daten der DGUV sowie die Ergebnisse der systematischen Literaturrecherche mit verschiedenen nicht-Modellierungs- und Modellierungsansätzen auf die EU-28 Staaten übertragen.

Gemäß der Daten der DGUV nehmen pro Jahr circa 500 Versicherte mit berufsbedingter Lungenerkrankung (BK-1315) und circa 20 Versicherte mit berufsbedingter Hauterkrankung (BK-5101) mindestens eine Leistung der medizinischen, der beruflichen Rehabilitation oder eine Rentenleistung in Anspruch. Pro erkranktem Versicherten und Jahr ergeben sich daraus jährliche Gesamtkosten von 9.000 EUR für die BK-1315 und 7000 EUR für die BK-5101. Die Kosten für die Kostenkategorie "medizinische Behandlungskosten" haben bei beiden Berufskrankheiten einen Anteil von rd. 20% an den durchschnittlichen jährlichen Gesamtkosten pro Jahr und pro erkranktem Versicherten.

Die durch Auswertung der BK-Daten sowie durch die systematische Literaturrecherche ermittelten Krankheitskosten wurden mit verschiedenen Ansätzen auf die EU-28 Staaten übertragen und ein EU-Mittelwert ermittelt, wobei nur medizinische Behandlungskosten und Produktivitätsausfall berücksichtigt wurden. Je nach gewähltem Ansatz und verwendeten Daten ergeben sich die folgenden Bandbreiten von durchschnittlichen jährlichen Krankheitskosten durch Isocynanate pro Erkrankungsfall für EU-28: 2.100€ bis 3.500€ für berufsbedingtes Asthma und 1.800 EUR bis 2.400 EUR für berufsbedingte Kontaktdermatitis.

Bibliografische Angaben

I. Aumann, K. Kreis, J. Zeidler, J.-M. Graf von der Schulenburg:
Research on the Cost of Illness for specific occupational diseases caused by isocyanates. 
1. Auflage. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2016. Seiten 146, Projektnummer: F 2363, PDF-Datei, DOI: 10.21934/baua:bericht20161011

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