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Örtlich getrennte Teamaufgaben und neue Technologien - Untersuchung von Passung, Akzeptanz und makrokognitiven Prozessen

In der modernen Arbeitswelt werden Teams zunehmend mit problemlösenden Aufgaben konfrontiert, die je nach Situation neben regelbasierter Leistung auch den Aufbau neuen Wissens erfordern und durch veränderliche kognitive sowie physische Anteile gekennzeichnet sind. Kognitive Prozesse auf Teamebene (z. B. Wissensaufbau im Team), sogenannte makrokognitive Prozesse, sind nötig, um derartige Aufgaben zu bewältigen. Eine örtliche Trennung von Teammitgliedern kann sich erschwerend auf regel- und wissensbasierte sowie kognitive und physische Aufgaben auswirken. Neue Technologien ermöglichen die Vermittlung eines geteilten visuellen Kontextes (z. B. Software TeamViewer) und eignen sich daher zur Unterstützung örtlich getrennter Teamaufgaben. Eine integrierte Betrachtung der Auswirkungen eines solchen technologisch vermittelten geteilten visuellen Kontextes auf makrokognitive Prozesse in Teams bei Aufgaben mit veränderlichen Merkmalen ist in der bisherigen Forschung nicht erfolgt.

Die Dissertation hatte daher zum Ziel, das Wissen über makrokognitive Prozesse in Teams sowie den Einfluss neuer Technologien zur Vermittlung eines geteilten visuellen Kontextes weiter zu vertiefen. Zu diesem Zweck wurden vier konsekutiv aufeinander aufbauende Studien durchgeführt. Als exemplarische Aufgabe wurde die Störungsbehebung im Team ausgewählt, da diese regel- und wissensbasiertes Verhalten sowie kognitive und physische Aktionen erfordert. Zusammenfassend bietet die vorliegende Dissertation aus theoretischer Sicht neue Erkenntnisse über die Auswirkungen eines technologisch vermittelten geteilten visuellen Kontextes auf makrokognitive Prozesse bei örtlich getrennten Teamaufgaben. Die Ergebnisse der unterschiedlichen Studien zeigen, dass regel- und wissensbasiertes Verhalten sowie kognitive und physische Aktionen durch eine örtliche Trennung von Teammitgliedern bzw. die Bereitstellung eines geteilten visuellen Kontextes beeinflusst werden. Eine integrierte Betrachtung der verschiedenen Aufgabenmerkmale erscheint somit vor allem unter Berücksichtigung erschwerender Kontextfaktoren sinnvoll. Denn eine getrennte Betrachtung von beispielsweise regel- und wissensbasierten Aufgaben bildet im Fall der Störungsdiagnose nicht die Realität ab. Der Aufbau neuen Wissens in unbekannten Situationen wird durch einen fehlenden geteilten visuellen Kontext erschwert, da die Teammitglieder nicht bei dem Aufbau eines geteilten Situationsbewusstseins unterstützt werden. Das Prozessmodell der Makrokognition in Teams erwies sich als geeignete theoretische Grundlage für die Untersuchung der Auswirkungen eines geteilten visuellen Kontextes bei Aufgaben mit je nach Situation veränderlichen Merkmalen. Die wurden zudem für die Ableitung praxisorientierter Gestaltungsaspekte genutzt.

Bibliografische Angaben

B. M. Kirchhoff:
Örtlich getrennte Teamaufgaben und neue Technologien - Untersuchung von Passung, Akzeptanz und makrokognitiven Prozessen. 
1. Auflage. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2018. Seiten 167, Projektnummer: F 2288, Papier, PDF-Datei, DOI: 10.21934/baua:bericht20180919

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Forschungs­projekte

ProjektnummerF 2288 StatusAbgeschlossenes Projekt Head-Mounted Displays - Bedingungen des sicheren und beanspruchungsoptimalen Einsatzes

Zur Projektbeschreibung : Head-Mounted Displays - Bedingungen des sicheren und beanspruchungsoptimalen Einsatzes …

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